AfD-Anfrage erinnert an Nazi-Ideologie

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Ulrich Schneider
Ulrich Schneider
Bild: Paritätischer

Berlin (kobinet) In einer Zeitungsanzeige haben 18 Behinderten- und Sozialverbände gegen eine menschen- und lebensfeindliche Anfrage der AfD im Bundestag protestiert (kobinet 22.4.2018). Die Verbände werfen dieser Partei vor, an den Nationalsozialismus mit der Ideologie vom unwerten Leben anzuknüpfen. Initiiert wurde die Anzeige vom Paritätischen Gesamtverband. "Die AfD will eine Stimmung gegen Flüchtlinge und gegen Menschen mit Behinderung verbreiten", sagte dessen Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider heute im Interview mit der Berliner Zeitung.

"So ein großes Bündnis haben wir noch nie zusammenbekommen", so Schneider zu der gemeinsamen Erklärung in der Zeitungsanzeige. "Normalerweise braucht man für eine solche Liste Wochen, um sich überhaupt auf einen Text einigen zu können."

Von der AfD "sugggerierten Fakten" müsse mit Aufklärung begegnet werden. Der saarländische AfD-Fraktionsvorsitzende habe gerade gesagt, dass Krankenhäuser Patienten mit ansteckenden und solchen mit nicht ansteckenden Krankheiten in unterschiedliche Abteilungen stecke - aber in deutschen Schülen säßen Kinder mit Down-Syndrom ...

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