Spannende Spiele bei Tischballmeisterschaft

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Daumen hoch
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Bild: omp

Baunatal (kobinet) Die achte Deutsche Meisterschaft im Showdown - oder auch Tischball genannt - hatte es in sich. Viele spannende Spiele mit engen Ergebnissen prägten den Wettkampf im nordhessischen Baunatal bei Kassel. Bei den Frauen siegte Antje Samoray aus Berlin und bei den Männern siegte Thade Rosendfeldt aus Marburg.

Vom 6. bis zum 8. April trafen sich 24 Männer aus 12 Standorten und 12 Frauen aus 7 Standorten, die sich für die Deutsche Showdown-Meisterschaft qualifiziert hatten mit 9 Schiedsrichterinnen und weiteren Unterstützerinnen für die Durchführung des Turniers. Es war die zweite Deutsche Meisterschaft, bei der parallel je ein Titel der Frauen und der Männer ausgespielt wurde.

Die 12 Frauen spielten jede gegen jede. Die Erstplatzierte Berliner Spielerin Antje Samoray, die in der ersten Runde nur einen Satz an Melanie Kleinhempel aus Dortmund abgeben musste, und die Viertplatzierte Annika Hein aus Marburg standen sich im Halbfinale gegenüber. Samoray gewann dieses Spiel mit 3 zu 0 Sätzen: 12:0 11:3 und 11:1 ganz deutlich. Im zweiten Halbfinale standen sich die derzeit international stärksten deutschen Spielerinnen Birgit Riester (Kassel) und Sabrina Schmitz (Dortmund) gegenüber. In der Hauptrunde gewann Riester deren Begegnung. Hier nun punktete Schmitz im fünften Satz sehr eng: 3:11, 11:5, 11:8, 9:12 und 13:10. Im Spiel um den dritten Platz trafen Hein und Riester aufeinander. Auch hier ging das Spiel über die maximale Satzanzahl. Die Marburgerin siegte mit 11:9, 6:12, 12:8, 6:11, und 11:8 in einem spannenden Wechsel der vorübergehenden Siegerposition. Das Finale bestritten Schmitz und Samoray. Hier nahm die Dortmunderin der dreifachen deutschen Meisterin den zweiten Satz ab, musste sich dann aber geschlagen geben. Samoray siegte mit 12:6, 5:12, 12:6 und 11:7, heißt es im Spielbericht der Inklusionsbotschafterin Eli Osewald.

Bei den Herren besiegte Stefan Collet aus Kassel seinen Teamkameraden Deniz Kürtoglu in einem spannenden Spiel in fünf Sätzen im ersten der vier Viertelfinales. Das Zweite entschied Murat Altunok aus Moers gegen Manfred Scharpenberg aus Frankfurt in vier Sätzen. Altunok war an der letzten Deutschen Meisterschaft gar nicht dabei. Thade Rosenfeldt aus Marburg überließ seinem Gegner Alfons Vollmer aus Paderborn im dritten Viertelfinale in drei Sätzen nur einen einzigen Punkt. Dies war Vollmers erste Platzierung unter den besten acht einer Deutschen Meisterschaft. Benjamin Neue aus Berlin setzte sich gegen Horst Griffaton aus Kassel, der im letzten Jahr aufgrund einer schweren Verletzung nicht antreten konnte, über vier Sätze durch und komplettierte damit die Halbfinalisten. Die Halbfinal-Ergebnisse waren eindeutig in ihrer Satzanzahl. Collet besiegte Altunok über vier Sätze. Rosenfeldt, Meister aus 2017, gewann den ersten Satz nur knapp. Er gab aber in den beiden folgenden Sätzen keinen Punkt an seinen Gegner Neue ab. Im Spiel um Platz drei trafen somit Altunok und Neue aufeinander. Hier ging es über die vollen fünf Sätze. Neue siegte mit 11:5, 8:11, 10:12, 11:7 und 11:4. Collet unterlag im Finale gegen Rosenfeldt in drei Sätzen. Dabei war der zweite Satz extrem spannend. Den dritten Satz verlor der Kasseler durch ein Tor und leider zwei zusätzliche Strafpunkte, weil er den Tisch geschoben hatte. "So möchte man nicht gewinnen", so der neue Deutsche Meister Thade Rosendfeldt aus Marburg. Trotzdem ist der Titel verdient, schreibt Eli Osewald über das Turnier.