Mich wundern die Maßstäbe

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Sharepic zum Praena-Test von Corinna Rüffer. Text siehe in Nachricht
Sharepic zum Praena-Test von Corinna Rüffer. Text siehe in Nachricht
Bild: Corinna Rüffer

Berlin (kobinet) "Mich wundern die Maßstäbe", so beginnt der Text der Bundestagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen, Corinna Rüffer, den diese über Facebook als Sharepic verbreitet hat. Für heute hat die Abgeordnete zudem eine Frage für die Fragestunde des Deutschen Bundestages zum Thema Bluttest und gestiegene medizinische Indikation eingebracht.

"Mich wundern die Maßstäbe: Herr Spahn macht eine große Welle, weil er Schwangeren neutrale Informationen über Abbrüche vorenthalten will, aber für 'Eugenik im Sonderangebot' interessiert er sich Null", heißt es in dem Text von Corinna Rüffer mit Bildern vom Praena-Test, der in Deutschland für 199 Euro gekauft werden kann.

Lesermeinungen zu “Mich wundern die Maßstäbe” (1)

Von Annika

Herr Spahn argumentiert bei dem sogenannten "Werbeverbot" mit dem Schutz des ungeborenen Lebens- bei dem Thema Abtreibung wissen viele garnicht, dass Ungeborene mit Behnderung quasi bis zur Geburt abgetrieben werden können.
Was ja eindeutig anders als bei Ungeborenen ohne Befund ist.
Das impliziert meines Erachtens, dass "behindertes" ungeborenes Leben weniger wert ist.
Das irritiert natürlich die Menschen mit Down-Syndrom: Eine Redakteurin des Ohrenkussteams, einer Zeitung von Menschen mit DS sagte dazu: Ich bin nicht abgetrieben- meine Eltern hatten mich lieb gehabt!!!
Man darf aber nicht nur den Eltern die Schuld geben, es wird auch zuwenig gute Aufklärung der Schwangeren betrieben und zu wenig dafür getan, dass diese hoffnungsvoll in die Zukunft mit ihrem Kind blicken können.
Eine "Willkommenskultur" für diese Kinder verbunden mit einer besseren Unterstützung für die Familien wäre angesagt.
Vielleicht könnte man dafür die Forschungsgelder für solche Tests nehmen....

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