An mehr Barrierefreiheit wird gearbeitet

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Jennifer Sonntag
Jennifer Sonntag
Bild: Jennifer Sonntag

Halle (kobinet) In ihrem letzten kobinet-Beitrag wies die Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag darauf hin, dass Informationen zum Thema Behinderung und Sexualität rar sind. Umso erfreuter ist sie über Publikationen, in denen dieses Thema von engagierten Autorinnen und Autoren bereits aufgegriffen wird. Schade nur, dass ausgerechnet Menschen mit Behinderungen diese Publikationen oft mangels Barrierefreiheit vorenthalten bleiben. Jennifer Sonntag nun die erfreuliche Nachricht erhalten, dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung an der Barrierefreiheit ihrer Informationen intensiv arbeitet und man dort auch dankbar für Hinweise von Menschen mit Behinderungen ist.

Die Probleme bei der oftmals fehlenden Barrierefreiheit der Informationen liegt nach Informationen von Jennifer Sonntag meist an der "technischen" Aufbereitung des Prospektmaterials. Je nach Zielgruppe kann die Übertragung in alternative Formate oder in barrierearme Lesefassungen notwendig werden. Innerhalb der gesundheitlichen Aufklärung ist dies in vielen Bereichen noch ein Problem, nicht nur bei der Sexualaufklärung. Infoblätter oder Broschüren zu verschiedensten gesundheitlichen Themen sollten jedoch gerade die Menschen erreichen, für die sie relevant sind, betont Jennifer Sonntag.

"Ich habe nun die erfreuliche Nachricht erhalten, dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung an der Barrierefreiheit intensiv arbeitet und man dort auch dankbar für Hinweise von Menschen mit Behinderungen ist. Publikationen sollen auch rückwirkend barrierefrei nutzbar werden, so etwa die Materialien aus den Jahren 2015 und 2017. In Zukunft sollen diese beispielsweise auch von blinden Menschen wahrgenommen werden können, etwa durch Audios oder barriereärmere Textversionen im Netz. Abbildungen sollen zukünftig außerdem erläutert werden. Um etwas Geduld wird noch gebeten, bis dies konkret für das Forum Sexualaufklärung umgesetzt ist. Ich danke der Redakteurin Heike Lauer für die Kooperationsbereitschaft und die Weitergabe meines Anliegens an die BZgA. Bei inhaltlichen Fragen zu den erwähnten Publikationen ist Ihre Ansprechpartnerin:

Heike Lauer, Redaktionsbüro Heike Lauer, Anton-Burger-Weg 95, 60599 Frankfurt, Tel. +49 (0)69 682036, E-Mail: heike-lauer@t-online.de