Stark machen für Chancengleichheit

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

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Bild: Weibernetz

Kassel (kobinet) Zum Internationalen Frauentag fordert heute die Politische Interessenvertretung behinderter Frauen im Weibernetz e.V. mehr Einsatz für eine wirkliche Chancengleichheit von Frauen und Mädchen mit Behinderung. Brigitte Faber, Projektleiterin im Weibernetz e.V., kritisiert, dass Frauen mit Behinderung nach wie vor auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt sind. Laut statistischen Erhebungen schätzt jede 3. arbeitssuchende Frau mit Behinderung ihre Erfolgschancen, eine Stelle zu bekommen, als praktisch unmöglich ein. Wenn sie eine Arbeitsstelle bekommen, ist diese häufiger als bei allen anderen Arbeitssuchenden eine geringfügige Beschäftigung.

Diese und weitere Faktoren führen dazu, dass etwa die Hälfte der Frauen mit Behinderung von Armut betroffen oder bedroht sind. Zudem erfahren Frauen und Mädchen mit Behinderung noch häufiger Gewalt als Frauen im Bevölkerungsdurchschnitt, teilweise sogar zwei bis dreimal häufiger, was sich auf ihren Lebensverlauf auswirkt.

„Die Menschenrechte haben wir auf unserer Seite; danach ist eine Benachteiligung behinderter Frauen verboten. Um in der Praxis mehr Chancengleichheit zu erlangen, brauchen wir starke behinderte Mädchen und Frauen, die sich durchsetzen können. Wir brauchen Politikerinnen und Politiker, die sich bei allen Maßnahmen für Frauen mit Behinderung stark machen. Und wir brauchen eine Zivilgesellschaft, die entschieden für gleiche Chancen von Frauen und Mädchen mit Behinderung eintritt", so Brigitte Faber.

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