Nachlass von Ernst Klee wird in Frankfurt vergeben

Veröffentlicht am von Harald Reutershahn

Ernst Klee
Ernst Klee
Bild: Evang. Akademie Ffm.

Frankfurt a.M. (kobinet) Am Donnerstag, den 15.03.2018 wird in Frankfurt am Main der persönliche Nachlass des im Mai 2013 verstorbenen Frankfurter Historikers, Journalisten, Autors und Filmemachers Ernst Klee an die Gedenkstätte Hadamar vergeben. Er war einer der profiliertesten Forscher und Publizisten im Bereich der Aufklärung der Euthanasie-Verbrechen im NS-Regime. Immer wieder kritisierte er die mangelhafte strafrechtliche Verfolgung dieser Verbrechen.

Ernst Klee galt als Mitbegründer der emanzipatorischen Behindertenbewegung in der BRD, die zu Beginn der 1970er Jahre einen Paradigmenwechsel in der Behindertenpolitik einleitete. Für seine jahrzehntelange Arbeit wurde er unter anderem mit dem Geschwister-Scholl-Preis, der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt am Main und der Wilhelm-Leuschner-Medaille ausgezeichnet.

Noch zu seinen Lebzeiten entschied er gemeinsam mit seiner Frau Elke Klee, seinen persönlichen Nachlass der Gedenkstätte Hadamar zu übergeben. Die Gedenkstätte erinnert an etwa 15.000 Menschen, die in der Tötungsanstalt Hadamar zwischen 1941 und 1945 im Rahmen des Euthanasie-Programms von den Nazis ermordet wurden. Als Termin für die Übergabe des Nachlasses wurde der Geburtstag von Ernst Klee gewählt, der am 15. März 2018 76 Jahre alt geworden wäre.

Die offizielle Übergabe des Nachlasses von Ernst Klee findet um 10.00 Uhr im Panoramasaal der Evangelischen Akademie Frankfurt, Römerberg 9, 60311 Frankfurt am Main statt. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zu erreichen.

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