Frankfurt ist wieder SightCity

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

An drei Tagen bietet das SightCity Forum kostenfreie Vorträge und Diskussionen.
An drei Tagen bietet das SightCity Forum kostenfreie Vorträge und Diskussionen.
Bild: Kerstin Philipp/SightCity

Frankfurt /Main (kobinet) Vom 3. bis zum 5. Mai ist Frankfurt am Main wieder Sight City. Im Sheraton Frankfurt Airport Hotel stellen dann mehr als 120 Aussteller aus über 20 Ländern auf der SightCity neue Produktentwicklungen und Angebote für sehbehinderte und blinde Menschen vor. Experten aus Medizin, Optik und Reha, Hersteller und Betroffene können sich außerdem an allen drei Messetagen im SightCity Forum über neue Entwicklungen im Bereich Low Vision informieren und austauschen.

Täglich finden Patientensymposien statt, in denen Therapie und Forschung zu Erkrankungen wie Trockenem Auge, Glaukom und der Altersabhängigen Makuladegeneration (AMD) im Fokus stehen. Den speziellen Herausforderungen und Perspektiven bei einer Hörsehbehinderung widmen sich mehrere Vorträge am Mittwochnachmittag.

Im „Patienten-Talk“ am Donnerstag berichten Menschen mit einer erworbenen Sehbehinderung oder Blindheit, welche Auswirkungen die Erkrankung von dem Moment der Diagnose an auf ihr alltägliches Leben und ihre berufliche Laufbahn hatte und wo sie Unterstützung erhielten. Weitere Themen sind unter anderem Schlaf-Wach-Probleme bei völliger Erblindung, Zelltherapie der Netzhaut mit iPS Stammzellen sowie Präventionsprogramme für gutes Sehen in Pflegeeinrichtungen und eine frühe augenheilkundliche Reha. Erstmals liegt ein zwischen allen Partnern geklärtes und abgestimmtes Konzept für eine sechswöchige frühe Rehabilitation für akut erblindende Menschen im Erwerbsalter in Deutschland vor. Diese Rehabilitation sieht eine Verarbeitung der Behinderung, Erlernen von spezifischen Techniken in der Lebensbewältigung, den Austausch in einer Peer Group und die frühe Wiedereingliederung in die Arbeitswelt vor.

Im SightCity Forum informieren Referenten des Netzwerkes "Berufliche Teilhabe" der Berufsbildungs- und Berufsförderugnswerke am Mittwoch und Freitag unter anderem über neue Wege bei der Wissensvermittlung. Vorgestellt werden zum Beispiel ein Projekt zur Inklusion von sehgeschädigten Schülern und Auszubildenden durch gezielte Sportangebote, ein Kompensationstraining bei halbseitigem Gesichtsfeldausfall und der Beruf „Medizinische Tastuntersucherin“, eine Brustkrebsfrüherkennung durch sehbehinderte und blinde Frauen.

Gerade mit Smartphone und Co. können Sehbehinderte und Blinde heute ihren Alltag in vielen Situationen selbst barrierefreier gestalten. Mehrere Vorträge zeigen, wie die Geräte am besten genutzt werden und welche Neuheiten es gibt. Ein kontroverses Thema sind die Maschinen-Menschen (Cyborgs), in deren Körper technische Geräte integriert werden. Ein Vortrag widmet sich der Frage: „Wollen Sehbehinderte wirklich die ersten Maschinen-Menschen sein?“. Die Besucher können zum Thema Barrierefreiheit außerdem auch selbst aktiv werden.

In Zusammenarbeit mit der Bayer Vital GmbH findet darüber hinaus der Workshop „Die Praxis als Team: MIT ANDEREN AUGEN durch den Alltag“ statt. Er schult medizinische Fachangestellte aus Augenarztpraxen und Universitätsaugenkliniken im Umgang mit sehbehinderten Patienten.

Die Einzelheiten zur individuellen Vorbereitung eines Besuches der SightCity können auf dieser Internetseite nachgelesen werden.

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