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Rollstuhlsportler mit Guinness-Rekord

Rollstuhlbasketballteam von Hannover United beim erfolgreichen WeltrekordversuchUNBEKANNT (KOBINET) Das Rollstuhlbasketballteam von Hannover United hat in der aktuellen Guinness World Records Show einen im wahrsten Sinne „bewegenden Rekord“ aufgestellt, berichtet heute der Deutsche Rollstuhl-Sportverband (DRS). Für den Guinness Erstrekord haben 25 Männer und Frauen im Rollstuhl erfolgreich drei vollgetankte US-Trucks mit einem Gesamtgewicht von 50 Tonnen über eine Distanz von 100 Metern gezogen. Dabei durften sie keine Pause machen.

Milliardenbedarf bei sozialen Leistungen

Rolf RosenbrockBERLIN (KOBINET) Nach einer heute veröffentlichten Expertise des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sind jährlich mindestens rund 35 Milliarden Euro zusätzliche Investitionen notwendig, um drängende soziale Projekte umzusetzen. Der Verband fordert eine stärkere Besteuerung großer Vermögen und Einkommen, um die Finanzierung des Sozialstaats sicherzustellen.

Watschen für die Transparenz in der Pflege

Foto zeigt Elisabeth ScharfenbergBERLIN (KOBINET) Anlässlich der Einigung zur Überarbeitung der Pflegetransparenzvereinbarung und dem Ablaufen der Widerspruchsfrist zum Schiedsspruch erklärt Elisabeth Scharfenberg, Sprecherin für Pflege- und Altenpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen das „Projekt Pflege-TÜV“ für gescheitert.

Kein Geld für Urlaubsreisen

100 Euro ScheinBERLIN (KOBINET) „Immer mehr Menschen in Deutschland haben kein Geld für eine Urlaubsreise und die Bundesregierung schaut tatenlos zu.“ Das erklärte Ilja Seifert, der tourismuspolitische Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE, zu den Ergebnissen aus den laufenden Wirtschaftsrechnungen und aus LEBEN IN EUROPA/EU-SILC (European Union Statistics on Income and Living Conditions), die das Statistische Bundesamt veröffentlichte.

Unterwegs mit dem Pflegestützpunkt

David LangnerLUDWIGSHAFEN-OGGERSHEIM (KOBINET) Der rheinland-pfälzische Sozialstaatssekretär David Langner nahm sich gestern einen Tag lang Zeit, um die praktische Arbeit der Fachkräfte des Pflegestützpunktes in Ludwigshafen-Oggersheim kennenzulernen und das Team bei der Arbeit zu begleiten. Dabei nutze er vor Ort die Gelegenheit, auch an Hausbesuchen teilzunehmen, um mit pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen ins Gespräch zu kommen.

SelbstvertreterInnen mit Lernschwierigkeiten wollen mitmischen

Logo von wibsWIEN (KOBINET) Dass Menschen mit Lernschwierigkeiten häufig in wichtigen Gremien noch nicht vertreten sind oder es für sie zuweilen gar nicht so einfach ist, auf gleicher Augenhöhe dabei zu sein, zeigt ein Bericht aus Österreich. Die Selbstvertretungsorganisation wibs (wir informieren beraten bestimmen selbst) hat nun ihre Erfahrungen mit der erstmaligen Teilnahme am Treffen des österreichsichen Bundesbehindertenbeirates in Wien ins Internet eingestellt.

Constantin Grosch traf sich mit Ulla Schmidt

Logo: Für ein Gesetz zur Sozialen TeilhabeHAMELN (KOBINET) Über 58.000 Menschen unterstützen bereits die Petition von Constantin Grosch für das Recht auf Sparen und gleiches Einkommen auch für Menschen mit Behinderungen und geben damit der Kampagne für gesetzliche Regelungen zur sozialen Teilhabe kräftig Rückenwind. Neben einer Reihe von Berichten in den Medien hat sich der Jurastudent aus Hameln vor kurzem mit Ulla Schmidt getroffen und ihr seine Situation geschildert.

Unmöglich ist etwas nur, bis es getan ist

Marita Boos-WaidoschBADEN BADEN (KOBINET) „Unmöglich ist etwas nur, bis es getan ist“. Mit diesem Zitat von Nelson Mandela beschrieb Marita Boos-Waidosch ihre Herangehensweise als Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz. Im Fernsehinterview in der Sendung Kaffee oder Tee des Südwestrundfunks schildert die Rollstuhlnutzerin, was sich in ihrer Amtszeit in den letzten 20 Jahren alles in Mianz verändert hat.

Transparenzmängel im Bereich der Pflege kritisiert

100 Euro ScheinBERLIN (KOBINET) Die Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland hat die Studie „Transparenzmängel, Betrug und Korruption im Bereich der Pflege und Betreuung“ in Berlin vorgestellt. Die Schwachstellen-Analyse stellt erhebliche Mängel fest: zu wenig Transparenz und Kontrollmöglichkeiten für die Betroffenen und jede Menge Möglichkeiten, die Abhängigkeit von Menschen mit Pflegebedarf wirtschaftlich auszubeuten.

Klartext zur Bundestagswahl

Logo des Netzwerk Gleichstellung und Selbstbestimmung in Rheinland-PfalzMAINZ (KOBINET) Peer Steinbrück hat bereits am Wochenende die heiße Phase des Wahlkampfs eingeläutet und Angela Merkel ist auch wieder zurück aus dem Urlaub und startet ihre Wahlkampftour. Die heiße Phase für den Wahlkampf zur Bundestagswahl lässt aber auch die Behindertenverbände nicht kalt. Unter dem Motto „Klartext! Kandidatinnen und Kandidaten für die Bundestagswahl im Gespräch über Behindertenpolitik“ laden rheinland-pfälzische Behindertenverbände am 22. August um 16.00 Uhr auf den Leichhof in Mainz zu einer Veranstaltung zur Bundestagswahl ein.

Leichte Sprache jetzt auch über’s Smartphone

Schild: Halt bitte leichte SpracheFREIBURG (KOBINET) Passend zur Sommerzeit gibt es bei Hurraki, dem Wörterbuch für Leichte Sprache, eine technische Neuerung. Bequem am Baggersee im Wörterbuch für Leichte Sprache schmökern, dank der sogenannten Mobilen Version. Diese vor wenigen Tagen eingerichtete Software Neuerung erlaubt die komfortable Nutzung der Internetseite mit dem Smartphone.

Bei Bildung und Arbeit diskriminiert

Hubert HüppeBERLIN (KOBINET) Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen hat heute die Diskriminierung im Bildungsbereich und im Arbeitsleben kritisiert. Hubert Hüppe verwies darauf, dass die Antidiskriminierungsstelle des Bundes und die Beauftragten der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages  zum zweiten Mal einen gemeinsamen Bericht zur Diskriminierung vorgelegt haben. Die Schwerpunkte des Berichts über Bildung und Arbeit wurden zusammen mit ihm ausgewählt. In diesen beiden Feldern erhält der Beauftragte eine Vielzahl von Beschwerden. Auch vier Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention spiegeln sie nach wie vor die massive Diskriminierung behinderter Menschen in Schule und Beruf wider.

Noch 40 Tage bis zur Bundestagswahl

Thomas PlischkowskyBERLIN (KOBINET) Wenn Thomas Plischkowsky seine Stimme für die in 40 Tagen stattfindende Bundestagswahl abgibt, ist ihm besonders wichtig, dass die Gewählten das halten, was sie versprochen haben. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul sprach mit dem vor kurzem in den Vorstand von Mensch zuerst, dem Netzwerk von Menschen mit Lernschwierigkeiten, gewählten Berliner, der es nach langjähriger Tätigkeit in Werkstätten für behinderte Menschen geschafft hat, eine Anstellung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu bekommen.

Urteil zur Mitnahme der Unterstützung eines ambulanten Dienstes ins Krankenhaus

Logo der Kampagne Ich muss ins Krankenhaus - und nun?URTEIL ZUR MITNAHME DER UNTERSTüTZUNG EINES AMBULANTEN DIENSTES INS KRANKENHAUSLANDSHUT (KOBINET) In einer Entscheidung vom 6. Februar 2013 (Az. S 10 SO 63/10) legte das Sozialgericht Landshut fest, dass die Kosten eines ambulanten Dienstes, der die behinderte Klägerin mit seinem Personal in die Klinik begleitete, vom Sozialhilfeträger übernommen werden müssen. Das Gericht stellte fest, dass für die Zahlung der „Häuslichen Pflege“ im Krankenhaus der örtliche Sozialhilfeträger zuständig ist. Zu dieser Erkenntnis kam es durch eine „teleologische Reduzierung“ der Sachverhalte.

Taubblindheit als eigene Beeinträchtigungsart anerkennen

VerbandslogoBERLIN (KOBINET) Der Allgemeine Behindertenverband in Deutschland kritisiert die Verzögerungstaktik von Bundes- und verschiedenen Landesregierungen, die dazu führt, dass „taubblind“ noch immer nicht als ernstzunehmende, eigene Beeinträchtigungsart anerkannt und im Schwerbehindertenausweis mit einem einsprechenden Merkmal (Tbl) vermerkt ist und fordert, dass Taubblindheit als eigene Beeinträchtigungsart anerkennen

Antidiskriminierungsstelle des Bundes legt Bericht vor

Vorschau auf Antidiskriminierungsstelle des BundesBERLIN (KOBINET) Diskriminierungen im Bildungsbereich und Benachteiligungen im Arbeitsleben sind in Deutschland weit verbreitet und wirken sich negativ auf den Bildungserfolg, die Leistungsfähigkeit und Arbeitsmotivation der Betroffenen aus. Zudem mangelt es an unabhängigen Hilfe‐ und Beratungsangeboten, an die sich Opfer von Diskriminierungen wenden können. Das sind die zentralen Erkenntnisse des zweiten gemeinsamen Berichts der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) und der weiteren zuständigen Beauftragten der Bundesregierung an den Deutschen Bundestag.

Rollstuhlsport in Ghana

Rollstuhlsport-Projekt in GhanaHAMBURG (KOBINET) Der Rollstuhlsport soll in dem westafrikanischen Land Ghana mit deutscher Hilfe entwickelt werden. Wie der Deutsche Rollstuhl-Sportverband heute mitteilte, wurde mit einem 10-tägigen Workshop in der Hauptstadt Accra begonnen. Rehabilitations- und Breitensportexperte Peter Richarz war zusammen mit dem deutsch-kongolesischen Ex-Profi-Fußballer Michél Dinzey und dem aus Ghana stammenden Sporttherapeuten Philip Opong vom Unfallkrankenhaus Hamburg angereist.

Talente von Autisten nutzen

Arbeitssituation eines Autisten bei auticonBERLIN (KOBINET) Die Berliner Zeitung berichtet heute auf ihrer Seite 3, wie eine Berliner Firma die Talente von Asperger-Autisten nutzt. Autisten sind auf dem deutschen Arbeitsmarkt bisher fast chancenlos. Das Berliner Unternehmen auticon beschäftigt sie als Computer-Spezialisten. Nur etwa jeder zwanzigste der rund 250 000 Asperger-Autisten in Deutschland hat einen regulären Arbeitsplatz. 

Gerechte Entlohnung in Werkstätten gefordert

Logo des BSKKRAUTHEIM (KOBINET) Die Verringerung des Heimkostenbeitrages für Mitarbeiter von Werkstätten für Menschen mit Behinderung, die gleichzeitig in Einrichtungen leben, war zentrales Thema beim Besuch der SPD-Bundestagsabgeordneten Annette Sawade in Krautheim. Eingeladen hatte der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) zu einem Besuch der Krautheimer Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfMB) und des Eduard-Knoll-Wohnzentrums (EKWZ).

So viele Workshops wie noch nie beim MAIK

Logo des MAIKMüNCHEN (KOBINET) Beim diesjährige 6. Münchner außerklinischer Intensiv Kongress (MAIK) am 8. und 9. November im Holiday Inn Hotel – City Centre Munich gibt es so viele Workshops wie noch nie. Der Kongress bietet erstmals 22 Workshops zu den unterschiedlichsten Themenbereichen an. Die Teilnahme daran ist im Eintrittspreis enthalten.

Schlimmes Zeichen gegen Inklusion

Raul KrauthausenUNBEKANNT (KOBINET) Für Raul Krauthausen ist es ein schlimmes Zeichen gegen die Inklusion, wenn Menschen, die in allen Bereichen unter Betreuung stehen, nicht wählen dürfen. Im Inklusionsblog der Aktion Mensch bezieht er Stellung gegen die Äußerung des CDU-Innenpolitikers Günter Krings, für den es nicht plausibel ist, wenn ein Mensch, der nicht mal selbständig eine Zeitung kaufen kann, eine Wahlentscheidung treffen soll.

Inklusive Bildung in allen Bereichen

Foto von Karl FinkeHANNOVER (KOBINET) Zum Schuljahresbeginn 2013/2014 wird in Niedersachsen die so genannte inklusive Schule verpflichtend eingeführt. Der niedersächsische Landesbehindertenbeauftragte Karl Finke begrüßt diesen Schritt  ausdrücklich. Zugleich betont er, dass die inklusive Bildung in allen Lebensbereichen unabdingbar ist und die hierfür notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden müssen.

Noch 42 Tage bis zur Bundestagswahl

Keyvan Dahesch und Trude SimonsohnFRANKFURT AM MAIN (KOBINET) Für den blinden Journalisten Keyvan Dahesch, über den Christian Mürner vor kurzem eine Biografie veröffentlicht hat, ist die Glaubwürdigkeit der KandidatInnen für die kommende Bundestagswahl in sechs Wochen besonders wichtig. Vor allem legt er großen Wert auf die Achtung des im Grundgesetz verankerten Sozialstaatsprinzips.

Umsetzung und Akzeptanz des Persönlichen Budgets

100 Euro ScheinKASSEL (KOBINET) Der Endbericht des Wirtschaftsforschungs-Unternehmens Prognos verteilt schlechte Noten für die Kostenträger im Hinblick auf die Umsetzung und Akzeptanz des Persönlichen Budgets. Gunther Neumann vom Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen hat sich den Bericht genauer angeschaut und kommentiert diesen für die kobinet-nachrichten. 

Qualität soll bei Vergabeverfahren stärker berücksichtigt werden

Maria MichalkBERLIN (KOBINET) Das Bundeskabinett hat eine Änderung der Vergabeverordnung beschlossen. Für die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Michalk, ist dies ein entscheidender Schritt um bei Vergabeverfahren für soziale Dienstleistungen die Qualität stärker berücksichtigen zu können.

Betreuungsrecht endlich reformieren

Markus Kurth traf Vorstand und Geschäftsführung des Bundesverbandes der Berufsbetreuer BERLIN (KOBINET) Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen unterstützt eine grundlegende Reform mit dem Ziel, Betroffenen höchstmögliche Autonomie und selbstbestimmte Entscheidungsfindung zu ermöglichen. Dies unterstrich ihr Sozial- und Behindertenpolitiker Markus Kurth bei einem Treffen mit Vorstand und Geschäftsführung des Bundesverbandes der Berufsbetreuer/innen in Berlin. Beide stellten gemeinsame Positionen im Blick auf Professionalisierung, gesetzliche Zulassungskriterien und die Vergütungssystematik fest.

Landesbehindertenbeauftragter erhält neuen Ausweis

W. Keggenhoff, M. Rösch, J. WeigandMAINZ (KOBINET) Der neue Schwerbehindertenausweis, für den sich eine Reihe von Behindertenverbänden eingesetzt haben, kommt gut an. Seit Jahresbeginn hat das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz bereits 30.000 Exemplare ausgegeben. Dessen Präsident Werner Keggenhoff überreichte heute dem rheinland-pfälzischen Landesbehindertenbeauftragte Matthias Rösch das 30.000ste Exemplar in Scheckkartenformat.

Familienkongress der Lebenshilfe

Logo des FamilienkongressesBERLIN (KOBINET) „Wir machen Gesellschaft“ – so heißt der große Familienkongress der Lebenshilfe, der Anfang September 2013 in Berlin stattfinden wird. Der Name ist Programm. Sich austauschen und voneinander lernen; aufzeigen, wo der Schuh drückt, und konkrete Forderungen an Politik und Gesellschaft richten: Darum soll es drei Tage lang in Berlin gehen.

Sonderheft zur 1. Fußballbundesliga in Blindenschrift

FußballNüRNBERG/MARBURG (KOBINET) Wenn heute Abend der Ball in der 1. Fußballbundesliga beim Auftaktspiel des FC Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach wieder rollt, haben auch blinde Menschen die Möglichkeit, sich über die Fakten, Spielpläne und Hintergründe zur neuen Saison in Brailleschrift zu informieren.

Klare Worte gegen geplante Blindengeldkürzung in Sachsen-Anhalt

Poster: Hände weg vom Blindengeld!MAGDEBURG (KOBINET) Der Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt (BSVSA) hat eine detaillierte Stellungnahme zu den geplanten Blindengeldkürzungen in Sachsen-Anhalt veröffentlicht. Zuvor wurde das Dokument bereits an das Sozialministerium und die Landtagsfraktionen in Sachsen-Anhalt übergeben.

Neues Hotel mit barrierefreien Zimmern in Rostock

Logo des HotelSportforumROSTOCK (KOBINET) In Rostock ist das neue HotelSportforum eröffnet worden. Das Haus mit 166 Betten in 92 Zimmern ist nach Informationen des Ministeriums für Wirtschaft, Bau und Tourismus des Landes Mecklenburg-Vorpommern barrierefrei.

Kein Merkzeichen für taubblinde Menschen vor Bundestagswahl

Bild: Daumen runterBERLIN (KOBINET) Es schien so gut wie sicher, dass ein Merkzeichen für taubblinde Menschen im Schwerbehindertenausweis noch unter der jetzigen Bundesregierung eingeführt werden würde. Doch auf Nachfrage des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) heißt es nun aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Nein, man sei sich mit den Ländern noch nicht einig.

Werbeagentur wollte nicht diskriminieren

Klo mit Rollstuhl-RädernFREIBURG (KOBINET) Die von Rollstuhlnutzern kritisierte Freiburger Werbeagentur wollte nicht diskriminieren. Nachdem auf BIZEPS und kobinet mit einem Beitrag von Christiane Link in London zur Korrektur der prinzipiell gut gemeinten Werbekampagne aufgefordert worden war, brachte die Agentur auf ihrer Kampagnenseite den „wichtigen“ Hinweis unter: Die Kampagnenmotive mit der Abbildung von Rollstühlen sind selbstverständlich nicht diskriminierend gemeint. Die Freiburger wollen ihre Kampagne in dieser Art auch in anderen Städten fortsetzen. Das gesellschaftliche Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung sei eine wichtige Aufgabe, so die Werbeagentur in ihrer Reaktion auf die Kritik: „In vielen Projekten für unsere Kunden und Partner sind wir mit dem Thema Inklusion direkt beschäftigt.“

Belgien wegen mangelnder Unterstützung behinderter Menschen verurteilt

Logo von ENILSTRAßBURG (KOBINET) Wie das Europäische Netzwerk für Selbstbestimmtes Leben (ENIL) mitteilt, wurde das EU-Mitgliedsland Belgien vom Europäischen Ausschuss für soziale Rechte wegen nicht genügender Unterstützung für Menschen mit Behinderung verurteilt. Zugrunde lag eine Beschwerde von über 20 belgischen Verbänden.

Fußball-Reportagen für Sehbehinderte

Logos von ARD und ZDFHAMBURG (KOBINET) ARD und ZDF bauen ihr barrierefreies Angebot weiter aus und bieten künftig für Spiele der Fußball-Nationalmannschaft Hörfunk-Vollreportagen auf einer zweiten Tonspur auch im Fernsehen an. Diese können sehbehinderte Menschen auf dem Gerät gezielt einstellen. Die bisher bestehende technische Verzögerung zwischen Fernseh- und Hörfunksignal soll es dabei nicht mehr geben. Das wurde heute in Hamburg mitgeteilt.

Bilanz des Behindertenbeauftragten

Hubert HüppeUNBEKANNT (KOBINET) Der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen hat heute eine Bilanz seiner Tätigkeit in der 17. Legislaturperiode vorgelegt. Schwerpunkt seiner Arbeit war die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, die in Deutschland seit März 2009 verbindlich ist, so Hubert Hüppe. Handlungsbedarf bestehe weiter in nahezu allen Lebensbereichen. Teilhabe mitten in der Gesellschaft sei oft noch nicht verwirklicht.

Schulische Inklusion belastet

Rechtsanwalt Alfred KrollOLDENBURG (KOBINET) Nach den Sommerferien beginnt heute in Niedersachsen auch der gemeinsame Untericht von Schülern mit und ohne Behinderung. Doch die Schulinklusion wird nach Ansicht von Rechtsanwalt Alfred Kroll durch ein Urteil des Sozialgerichts in Braunschweig belastet. Der Rechtsanwalt aus Oldenburg steht einer behinderten Grundschülerin zur Seite, die bei einem Sozialamt im Einzugsbereich der Stadt Braunschweig infolge erheblicher Sprachentwicklungsverzögerungen einen sogenannten Integrationshelfer bzw. Schulhelfer quasi als Sprachrohr und Unterstützung für ihre schulischen Belange beantragt hatte. Doch dies wurde auch von den Richtern abgelehnt. Vorausgeleistete Integrationskosten von mindestens 10.000 Euro sollen nicht erstattet werden.