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Flughafen Wien testet selbstfahrende Elektrorollstühle

Bild vom selbstfahrenden E-Rolli-Test am Flughafen Wien
Bild vom selbstfahrenden E-Rolli-Test am Flughafen Wien
Foto: Flughafen Wien

Wien (kobinet) „Flughafen Wien testet selbstfahrende Elektrorollstühle“, so titelt der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS einen aktuellen Beitrag. „Am Flughafen Wien findet derzeit ein zeitlich befristeter Test statt, um KI-gestützte, selbstfahrende Elektrorollstühle zu testen, die den Passagier:innen mehr Mobilität ermöglichen sollen“, heißt es dazu auf der BIZEPS-Seite im Beitrag von Markus Ladstätter.

Roman-Lesung zur Situation in Werkstätten an Schule in Oberaudorf

Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Ottmar Miles-Paul mit Roman Zündeln an den Strukturen
Foto: LB Bremen

Oberaudorf (kobinet) Für seine mittlerweile 10. Lesung aus dem Roman „Zündeln an den Strukturen“ über die Situation in Werkstätten für behinderte Menschen und Alternativen dazu hat sich Ottmar Miles-Paul eine inklusive Schule ausgesucht. Am 24. Juni 2024 um 18:00 Uhr ist er zu Gast in der Privaten Petö Schule, Rosenheimer Str. 118, in 83080 Oberaudorf. Als Leseassistenz konnte der sehbehinderte Autor und Behindertenrechtler u.a. Frederik Dahnk, einen ehemaligen Schüler der Schule gewinnen. Frederik Dahnk hat vor kurzem in einem Kurzfilm seinen Arbeitsplatz in der Stadtbibliothek Rosenheim vorgestellt, den er im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres inne hatte.

Inklusion – ein Nachruf

Nicoletta Rapetti
Nicoletta Rapetti
Foto: privat

Heidelberg-Bergheim (kobinet) Für Nicoletta Rapetti vom Ganzheitlichen Bildungs- und Beratungszentrum zur Förderung und Integration behinderter und chronisch erkrankter Frauen und Mädchen (BiBeZ) ist es nicht verstehbar, wenn Menschen eindeutig Unmenschlichkeit wählen. Und für sie ist noch weniger verstehbar, wenn dabei zugesehen und Menschlichkeit nicht verteidigt wird. „Denn wer sich offen gegen Inklusion positioniert, positioniert sich offen gegen Vielfalt und Menschlichkeit“, schreibt die Sozialpädagogin, Systemische und Antidiskriminierungsberaterin in einem Kommentar mit dem dem Titel „Inklusion – ein Nachruf“ zu den Ergebnissen der Europawahl und Kommunalwahlen am 9. Juni 2024.

Veranstaltung zu 15 Jahren UN-Behindertenrechtskonvention

UN-Behindertenrechtskonvention
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Foto: BIZEPS Wien

Berlin/Bochum (kobinet) Die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention und das Bochumer Zentrum für Disability Studies laden zur Online-Konferenz mit dem Titel „15 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland – das Recht auf selbstbestimmtes Leben und Wohnen endlich umsetzen!“ ein. Diese findet am Dienstag, den 10. Dezember 2024 von 10:30 bis 15:00 Uhr statt. „Nach 15 Jahren UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland steht fest: Viele behinderte Menschen dürfen immer noch nicht selbst entscheiden, wie sie ihr Leben gestalten wollen. Es fehlen Alternativen zu Förderschulen, Werkstätten und Wohngruppen. Das gilt gerade für Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen und besonderen Unterstützungsbedarfen. Damit sich das ändert, müssen sich die Angebote ändern“, heißt es u.a. in der Vorankündigung der Online-Veranstaltung.

EM 2024 für alle: Poster zeigt Nationalteam in Gebärdensprache

EM-Gebärdenposter
EM-Gebärdenposter
Foto: MÜHLEZEITUNG

Bonn (kobinet) Torjubel, Stadiondurchsagen, Kommentare aus der Moderator*innenkabine – ein Fußballspiel zu sehen, bedeutet in der Regel auch, ein Fußballspiel zu hören. Vielen gehörlosen Fans bleibt die barrierefreie Teilhabe an Spielen deshalb häufig verwehrt. Um ein Zeichen für mehr Inklusion zu setzen, gibt die Mühlezeitung des Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums (SBBZ) Haslachmühle der Zieglerschen zur Fußball-EM, die ab dem 14. Juni in Deutschland stattfindet, ein Poster mit den Namen der deutschen Nationalspieler in Gebärdensprache heraus.

Neuer YouTube-Kanal zu den Menschenrechten in der psychosozialen Unterstützungslandschaft

Schlängellinie mit Pfeil
Menschenrechte und Partizipation
Foto: Julia Lippert

Berlin (kobinet) Wer manchmal nicht so viel lesen will und dennoch kritische Debatten ums psychosoziale Versorgungssystem verfolgen möchte, ist hier genau richtig. Auf dem Kanal „Menschenrechte und Partizipation“ sind eine Reihe von Veranstaltungen zu einem breiten Themenspektrum zu finden:

https://www.youtube.com/@humanrightsandparticipation/playlists

Spiegel für elf Freunde

Zeichung von einem Spielfeld  in einem Stadiom mit einem großen Fußball auf  dem Feld
Gemeinsame Fußballerlebnisse könnten allen Spaß machen
Foto: Pixabay/Pixaline

MARBURG (kobinet) Nach einer Information der Deutsche Blindenstudienanstalt (blista) erscheint die Einzelausgabe 23/2024 des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ mitsamt einer Sonderausgabe des Fußballmagazins „11 Freunde“. Diese wurden vollständig im DAISY-Format aufgelesen. Beide Ausgaben können gemeinsam auf CD, als Download oder in der Leselust-App geliefert. werden.

Katrin Langensiepen für Europaparlament wiedergewählt

Katrin Langensiepen mit Schild: Equality hurts no one
Katrin Langensiepen mit Schild: Equality hurts no one
Foto: Katrin Langensiepen

Hannover (kobinet) Obwohl die Grünen bei der Europawahl in Deutschland Federn lassen mussten, ist es Katrin Langensiepen gelungen, auch weiterhin im Europaparlament aktiv sein zu können. „Herzlichen Dank an alle Unterstützer*innen!! Ich werde auch in der neuen Legislatur Teil des Europaparlaments sein und bin sehr glücklich darüber, dort weiterhin für ein soziales und inklusives Europa streiten zu können“, schrieb die vor allem auch sozial. und behindertenpolitisch aktive Politikerin. „Mit Katrin Langensiepen hat das Europaparlament also auch weiterhin eine äusserst engagierte behinderte Frau, die für echte Inklusion eintritt“, heißt es von der LIGA Selbstvertretung.

Es braucht inklusive Strukturen zur gleichberechtigten Teilhabe

Corrina Rüffer
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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) „Die Aussonderung von Menschen mit Behinderungen in besondere Wohnformen, Werkstätten für behinderte Menschen oder Förderschulen muss beendet werden. Dazu sind wir spätestens seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet. Es ist skandalös, dass noch derart vielen Menschen aufgrund einer Behinderung die Teilhabe an einem Leben in der Gesellschaft verwehrt wird. Es braucht endlich inklusive Strukturen, damit alle Menschen ihr Menschenrecht auf gleichberechtige Teilhabe in allen Bereichen wahrnehmen können.“ Darauf wies die Berichterstatterin zur Behindertenpolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Corinna Rüffer, auf Anfrage der kobinet-nachrichten hin. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hatte im Nachgang des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen die behindertenpolitisch Verantwortlichen der Fraktionen der Regierungskoalition um eine Stellungnahme zur Umsetzung der behindertenpolitischen Maßnahmen auf Bundesebene angefragt.

NETZWERK ARTIKEL 3 mit neuem Vorstand und ehrgeizigen Zielen

Logo: NETZWERK ARTIKEL 3
Logo: NETZWERK ARTIKEL 3
Foto: NETZWERK ARTIKEL 3

Berlin (kobinet) Auch über 25 Jahren nach der Gründung des Verein für Menschenrechte und Gleichstellung Behinderter NETZWERK ARTIKEL 3 hat der in Berlin ansässige Verein noch ehrgeizige Ziele. Dies wurde bei der letzten Mitgliederversammlung am 7. Juni 2024 deutlich. Neben der Wahl eines neuen Vorstandsmitglieds will sich das NETZWERK ARTIKEL 3 verstärkt für die Umsetzung, der im Koalitionsvertrag verankerten behindertenpolitischen Ziele und dabei vor allem für die umfassende Verpflichtung zur Barrierefreiheit einsetzen.

Zwischen Hamburg und Bremen – IRMA eine Messe, die wandert und Inspiriert

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg (kobinet) „Zwischen Hamburg und Bremen – IRMA eine Messe, die wandert und Inspiriert“, so lautet der Titel der aktuellen Episode des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL). Der Macher des IGEL-Podcat, Sascha Lang, hat dieses Mal Pascal Escales, den Messeleiter der familiären Messe zu Gast.

6 seheingeschränkte Menschen besteigen Gipfel des Großvenedigers

Logo: PRO RETINA Deutschland
Logo: PRO RETINA Deutschland
Foto: PRO RETINA Deutschland

Bonn (kobinet) Sie sind zwischen 21 und 81 Jahre alt. Ihre Gemeinsamkeiten: Sie leben alle mit einer Seheinschränkung. Und sie werden gemeinsam im Juli auf den Gipfel des Großvenedigers klettern. Mit dieser Bergtour setzt PRO RETINA Deutschland ein wichtiges Zeichen: Die Selbsthilfeorganisation zeigt, was durch Inklusion und die Chance zur Teilhabe möglich ist. Start der Tour ist am 11. Juli 2024. Der Weg führt die sechs sehbehinderten Wanderinnen und Wanderer über den Gletscher bis zur 3.666 Meter hohen Bergspitze. Mit dabei: sechs sehende Guides.

Störfaktor im Wahllokal?

Jennifer Sonntag mit Führhund Paul
Jennifer Sonntag mit Führhund Paul
Foto: privat

Halle (kobinet) Die blinde Journalistin Jennifer Sonntag hatte sich auf die diesjährige Europa- und Kommunalwahl gut vorbereitet. Für die Europawahl gab es eine Wahlschablone für blinde Menschen und eine zugehörige CD. Sie konnte sich im Vorfeld in Ruhe einhören und eintasten. Für die Kommunalwahl gab es das leider nicht. Aber das Problem war dann letztendlich eine Wahlhelferin ohne Gespür und Kenntnis über die Rechte von Menschen, die einen Assistenzhund nutzen. Deshalb hat Jennifer Sonntag den folgenden Bericht über eine ihr verleidete Wahl an die kobinet-nachrichten geschickt.

Wir arbeiten täglich daran, Barrierefreiheit zu gewährleisten

Jens Beeck
Jens Beeck
Foto: Jens Beeck

Berlin (kobinet) „Wir arbeiten täglich daran, Barrierefreiheit in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens zu gewährleisten, insbesondere bei der Mobilität, beim Wohnen, im Gesundheitswesen und im digitalen Bereich.“ Darauf wies der teilhabepolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion auf Anfrage der kobinet-nachrichten hin. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hatte im Nachgang des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen die behindertenpolitisch Verantwortlichen der Fraktionen der Regierungskoalition um eine Stellungnahme zur Umsetzung der behindertenpolitischen Maßnahmen auf Bundesebene angefragt.

Europa hat gewählt

Flagge der EU
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Foto: gemeinfrei

Berlin (kobinet) Europa hat gewählt und dieses Ergebnis ist für viele, die für ein demokratisches und starkes Europa streiten, ein herber Rückschlag. In Deutschland ist die CDU/CSU mit 30,0 Prozent stärkste Kraft. Die AfD ist mit 15,9 Prozent nunmehr zweitstärkste Kraft und hat die Grünen vom zweiten Platz bei der Europawahl 2019 abgelöst. Diese haben mit 11,9 Prozent herbe Verluste von 8,6 Prozent eingefahren. Auch die SPD, verlor nach ihrem schlechten Ergebnis von 2019 weitere 1,9 Prozent und erhielt nur noch 13,9 Prozent der Stimmen. Das Bündnis Sarah Wagenknecht (BSW) fuhr aus dem Stand 6,2 Prozent der Stimmen ein und liegt damit noch vor der FDP, die nur geringe Verluste erleiden musste und 5,2 Prozent der Stimmen erreichte. Dies geht aus dem Vorläufigen Amtlichen Ergebnis hervor. In Ländern wie Frankreich, Österreich und Italien wurden rechtsgerichtete Parteien stärkste Kraft.

Inklusionsbeirat verurteilt Angriff auf Lebenshilfe in Mönchengladbach

Symbol Ausrufezeichen

Düsseldorf (kobinet) Der Inklusionsbeirat Nordrhein-Westfalen verurteilt den Angriff auf eine Wohneinrichtung der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen in Mönchengladbach auf das Schärfste. Dazu hat der Beirat einstimmig eine Resolution mit dem Titel „Wir halten zusammen!“ verabschiedet. Im Inklusionsbeirat sind viele Akteur*innen der Inklusionspolitik in Nordrhein-Westfalen, also auch die Lebenshilfe und das Sozialministerium vertreten. Das nordrhein-westfälische Sozialministerium hatte die Resolution gemeinsam mit der Beauftragten der Landesregierung für Menschen mit Behinderung, Claudia Middendorf, in den Beirat eingebracht.

Unbürokratischer Zugang zu Sozialleistungen längst überfällig

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Susie Knoll

Berlin (kobinet) Die Bundestagsfraktion der SPD hat kürzlich angekündigt, Leistungen des Sozialstaats für die Bürgerinnen und Bürger verständlicher und einfacher zugänglich zu machen. Dazu sagt VdK-Präsidentin Verena Bentele: „Dieser Schritt ist längst überfällig. Wer Unterstützung braucht, muss wissen, auf welche Sozialleistungen ein Anspruch besteht und wer diese genehmigt. Noch immer scheitern Menschen an den Hürden aus Bürokratie, Unübersichtlichkeit und Intransparenz. Der VdK kann Hubertus Heil bei seinem Vorhaben konstruktiv unterstützen.“

Sport als Motor für Inklusion

Emoji Inklusion der Aktion Mensch
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Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) „Gemeinsamer Sport von Menschen mit und ohne Behinderung ist nicht nur ein Menschenrecht. Er ist auch ein gesellschaftlicher Gewinn, denn davon profitieren alle. Jeder Mensch wird so akzeptiert, wie er ist. Die unterschiedlichsten Athlet*innen lernen einander kennen, Berührungsängste werden ganz natürlich abgebaut und neue Freundschaften können entstehen. Außerdem können inklusive Angebote Vereinen zu steigenden Mitgliederzahlen verhelfen“, heißt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch. Diese hat weitere spannende Fakten zusammengestellt.

Wahlrecht nutzen – Demokratie stärken

Posting der Aktion Mensch zur Europawahl am 9. Juni für Inklusion
Posting der Aktion Mensch zur Europawahl am 9. Juni für Inklusion
Foto: Aktion Mensch

Kassel (kobinet) Die Wahllokale für die Europawahl sind seit 8:00 Uhr nun auch in Deutschland geöffnet. Jetzt gilt es zu entscheiden, wie das Europäische Parlament zukünftig zusammengesetzt sein wird. Eine Reihe von Behindertenverbänden und viele andere gesellschaftliche Kräfte haben dazu aufgerufen, das Wahlrecht zu nutzen und demokratisch zu wählen. Denn auf europäischer Ebene werden wichtige Entscheidungen getroffen. Die Aktion Mensch hat hierzu einen Überblick über die Haltung der einzelnen Parteien zur Inklusion erstellt. Aber auch die Kommunalwahlen sind wichtig, die heute am 9. Juni in 8 Bundesländern stattfinden. Hier wird vor Ort über vieles entschieden, was für die Bürger*innen und damit auch für behinderte Menschen und ihre Verbündeten wichtig ist.

Neue Thüringer Bauordnung legt Rückwärtsgang ein – Barrierefreies Bauen wird erschwert

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Erfurt (kobinet) Der Thüringer Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen Joachim Leibiger hat mit Unverständnis auf die beabsichtigte Novellierung der Thüringer Bauordnung reagiert. Der für das Gesetzgebungsvorhaben zuständige Infrastrukturausschuss habe Kritik und Warnungen des Beauftragten, von Verbänden und der Architektenkammer Thüringen offensichtlich nicht zur Kenntnis genommen und den Weg frei gemacht für eine Verabschiedung durch das Plenum in dieser Woche. „Thüringen benötigt aufgrund des demografischen Wandels wie kein anderes Bundesland barrierefreie Wohnungen. Der nun im Landtag zur Abstimmung stehende Gesetzentwurf bewegt sich trotz dieser Tatsache und der aus der UN-Behindertenrechtskonvention folgenden Verpflichtungen in die entgegengesetzte Richtung“, kritisiert Joachim Leibiger.

„Die innere Leere“

die innere Leere
Stephan Laux mit seinem Kopf auf der Tastatur seines Laptops
Foto: Stephan Laux

Villmar – Weyer (Kobinet) Eine vorläufig finale Kolumne über Schreibhemmungen.

In vielen, sportlichen Ligen sind die entscheidenden Phasen der letzten Saison gerade vorbei. In der Fußball-Bundesliga wurde eine angebliche „Werkself“ deutscher Meister. Ob sich Fußball-Deutschland größtenteils mit Bayer Leverkusen freut oder doch nur erleichtert ist, dass es nicht wieder Bayern München geworden ist, bleibt dahingestellt. Viel dramatischer und spannender verliefen hingegen die Relegationsspiele, die über Auf- und Abstiege entschieden. Bei Interviews betroffener Spieler oder Trainer der unterlegenen Mannschaften herrschte vorwiegend der gleiche Gemütszustand: „Innere Leere!“

Gracia Schade kandidiert in Nieder-Olm für den Stadtrat

Wahlplakat mit Gracia Schade
Wahlplakat mit Gracia Schade
Foto: SPD Ortsverein Nieder-Olm

Nieder-Olm (kobinet) Dem Aufruf der kobinet-nachrichten in Zusammenarbeit mit dem Projekt Empowerment zur Selbstvertretung des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos), wonach sich behinderte Kandidat*innen für die anstehenden Wahlen vorstellen und ihre Ziele schildern können, sind mittlerweile einige gefolgt. Gracia Schade kandidiert ebenfalls und zwar bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in Nieder-Olm in Rheinland-Pfalz. Die langsjährig aktive Rollstuhlnutzerin setzt sich seit vielen Jahren für inklusive Kommunen und dabei besonders für ein inklusives Nieder-Olm ein. Sie kandidiert auf der Liste der SPD Nieder-Olm für den Stadtrat.

Behindertengleichstellungsgesetz-Reform soll bis Ende des Jahres verabschiedet werden

Takis Mehmet Ali
Takis Mehmet Ali
Foto: Maurice Weiss/Ostkreuz

Berlin (kobinet) „Im Koalitionsvertrag haben wir uns verpflichtet, Deutschland in allen Bereichen des öffentlichen und privaten Lebens barrierefrei zu gestalten – insbesondere bei Mobilität, Wohnen, Gesundheit und im digitalen Bereich. Deshalb überarbeiten wir das Behindertengleichstellungsgesetz und planen, es bis Ende des Jahres zu verabschieden.“ Darauf wies der Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen der SPD-Bundestagsfraktion auf Anfrage der kobinet-nachrichten hin. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hatte im Nachgang des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen die behindertenpolitisch Verantwortlichen der Fraktionen der Regierungskoalition um eine Stellungnahme zur Umsetzung der behindertenpolitischen Maßnahmen auf Bundesebene angefragt.

Barrieren erkennen – Barrieren abbauen – Zugänge schaffen

Zwei Frauen und ein Mann stehen vor einer Tafel mit Informationen zu dieser Veranstaltung
BKSF Fachtag
Foto: CHRISTIAN VON POLENTZ

BERLIN (kobinet) Im Festsaal der Berliner Stadtmission hat in dieser Woche der Fachtag „Barrieren erkennen – Barrieren abbauen – Zugänge schaffen“ stattgefunden. Diese von der Bundeskoordinierung Spezialisierter Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend (BKSF) organisierte Veranstaltung bot ein vielfältiges Programm mit Podiumsdiskussionen, Vorträgen und Workshops. Im Mittelpunkt des Programms standen inklusive Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderungen, die sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend erleben und erleben mussten.

Asbacher Hütte bringt Teilhabe und Bio-Geflügel unter einen Hut

Ein junger Mann und eine junge Frau in weißer Kleidung und  mit Mütze  am Tisch beim Zerkleineren  von Geflügeteilen
Christian Wittgen und Lisa Lanz vom Fleischerei-Team des Hüttenhofes
Foto: Stiftung kreuznacher diakonie/Andrea Djifroudi

ASBACHER HÜTTE (kobinet) Die Beschäftigten der Werkstatt für Menschen mit Behinderung der Asbacher Hütte verkaufen Bioland-zertifiziertes Geflügelfleisch auf dem Wochenmarkt in Idar-Oberstein, aber auch im eigenen Hofladen der Stiftung kreuznacher diakonie auf der Asbacher Hütte im Kreis Birkenfeld. Oft steht dort Christian Wittgen hinter der Ladentheke. Seit dem Jahr 2014 ist der in der Werkstatt tätig und hat ausgelotet, was er kann und was er möchte. Seit neun Jahren arbeitet der 35-Jährige für den Hüttenhof und hat damit seinen Platz in der Arbeitswelt gefunden.

Hilfsmittelnummern für Audio Nachrüstungen

Logo Schrift Feelware
Logo Feelware BV
Foto: Feelware BV

AACHEN (kobinet) Vor sechs Jahren wurde die Firma Feelware mit dem Ziel gegründet, blinden und sehbehinderten Menschen den barrierefreien Zugang zu warmen Speisen und sauberer Wäsche zu ermöglichen. Auf dieser Reise hat dieses Unternehmen nun einen wichtigen Meilenstein erreicht – die Feelware Audio Nachrüstung für Elektroherde, Öfen, Waschmaschinen und Wäschetrockner wurde vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen als Hilfsmittel anerkannt und in das Hilfsmittelverzeichnis aufgenommen .

Gesellschaft soll wahrnehmen, was Menschen mit Beeinträchtigung leisten

Eine  junge Sportlerin kniet vor einer Frau im weißen Kleid mit goldenem  Gürtel und wird von ihr gesegnet
Natascha Wermelskirchen (knieend) bei der Weihung durch die Hohepriesterin (
Foto: Alexander Hassenstein

BERLIN (kobinet) Vor einem Jahr reiste eine Delegation um Sven Albrecht und Natascha Wermelskirchen nach Athen. Eine emotionale und wichtige Reise auf dem Weg zum größten inklusiven Sportevent weltweit für Menschen mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung. Am 7. Juni 2023 wurde die Special Olympics Flamme ‘Flame of Hope‘ an den CEO der Weltspiele Berlin 2023 und Geschäftsführer von Special Olympics Deutschland und die Torhüterin der Special Olympics Fußball-Nationalmannschaft überreicht und nach Berlin gebracht. Am 17. Juni wurde diese Flamme feierlich im Berliner Olympiastadion entzündet und die Special Olympics World Games Berlin 2023 damit eröffnet.

Wer Barrierefreiheit blockiert, der verliert

Daumen unten
Daumen unten
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Dass die Geduld vieler behinderter Menschen und Verbände in Sachen Umsetzung der behindertenpolitischen Maßnahmen, die im Koalitionsvertrag verankert sind – vor allem zur Barrierefreiheit – zu Ende geht, das wurde bei den Inklusionstagen am 3. und 4. Juni 2024 deutlich. Auch der Deutsche Behindertenrat hat die Blockade des Gesetzgebungsprozesses zur Reform des Bundesbehindertengleichstellungsgesetz und des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz scharf kritisiert. Dies hat kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul zu einem Kommentar mit dem Titel „Wer Barrierefreiheit blockiert, der verliert“ veranlasst.

Katrin Langensiepen: Gute Chancen im Europaparlament zu bleiben

Katrin Langensiepen freut sich über Abstimmungserfolg im EU-Sozialausschuss
Katrin Langensiepen freut sich über Abstimmungserfolg im EU-Sozialausschuss
Foto: Katrin Langensiepen

Hannover (kobinet) „Aus der hannoverschen Kommunalpolitik ins Europaparlament: Kathrin Langensiepen war 2019 die erste Frau mit sichtbarer Behinderung im EU-Parlament. Jetzt will sie erneut ins EU-Parlament einziehen“, so heißt es in einem Beitrag des NDR über Katrin Langensiepen von Christina Harland. Obwohl Katrin Langensiepen bei der Listenaufstellung der Grünen auf einen guten Listenplatz für die Europwahl gewählt wurde, kämpft die u.a. auch behindertenpolitisch äusserst engagierte Niedersächsin bis zum letzten Tag für ein gutes Ergebnis für die Grünen und damit auch für sich.

Geh-denken-inklusiv auf Tour

Logo des Projektes geh denken inklusiv
Logo des Projektes geh denken inklusiv
Foto: ISL

Berlin / Brandenburg an der Havel (kobinet) „Wir gehen mit unserem Projekt (Un-)Wertes Leben on tour auf die Reise. Kommt uns besuchen an den Gedenkorten der Opfer und gebt ihnen mit uns eine mahnende Stimme. Wir brauchen euch! Es wird auch einen Live-Stream geben.“ Dies teilten Hanna Kindlein und Thomas Künneke vom von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) mit Unterstützung des Förderkreises Gedenkort T4 und des Verein aktiv und selbstbestimmt (akse) initiierten Projekt „geh-denken-inklusiv“ mit. Ziel des Projektes ist es u.a., Menschen mit Behinderungen und deren Unterstützer*innen zu ermutigen, sich an der Erinnerungskultur der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde und Zwangssterilisation zu beteiligen. Am 19. Juni geht es beispielsweise nach Wuhlgarten-Berlin und am 22. Juni nach Brandenburg an der Havel.

Wie stehen die deutschen Parteien bei der Europawahl zu Inklusion?

Posting der Aktion Mensch zur Europawahl am 9. Juni für Inklusion
Posting der Aktion Mensch zur Europawahl am 9. Juni für Inklusion
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Unter www.aktion-mensch.de/europawahl2024 können sich interessierte Wähler*innen darüber informieren, wie sich die derzeit bereits im Europaparlament vertretenen 14 deutschen Parteien zu Inklusion positionieren. Sie alle sollten die Frage beantworten, was sie in der nächsten Legislaturperiode tun wollen, um Inklusion in Europa voranzubringen. Bis auf drei, darunter die AfD, haben alle geantwortet, heißt es vonseiten der Aktion Mensch.

Über 10.000 schwerbehinderte Arbeitslose mehr als vor einem Jahr

Logo der Bundesagentur für Arbeit
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Foto: BA

Nürnberg (kobinet) Im Mai 2024 waren in Deutschland 173.224 behinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind zwar gut 500 weniger als noch im April 2024, doch wenn man sich die Vergleichszahl vom Mai 2023 anschaut, wird deutlich, wie dramatisch sich die Situation behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt im letzten Jahr verschlechtert hat. Im Mai 2023 waren nämlich 163.075 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet, das waren über 10.000 weniger als im Mai 2024.

Kundgebung für Demokratie – gegen Rechtsextremismus in Marburg

Plakat für die Demo am 7. Juni 2024 in Marburg
Plakat für die Demo am 7. Juni 2024 in Marburg
Foto: Marburger Bündnis

Marburg (kobinet) „Es stehen die Europawahlen bevor. Grund genug sich noch einmal sichtbar für mehr Demokratie stark zu machen! Nur gelebte unbehinderte Demokratie ist wirksam, für alle. Die Entwicklungen in manchen Ländern Europas gehen in eine andere Richtung, das bleibt nicht ohne Folgen, auch für uns. Dazu findet heute, am 7. Juni 2024 von 16.30 bis 17.30 Uhr eine Kundgebung vor dem Erwin Piscator Haus/Stadthalle in der Biegenstraße in Marburg statt. Machen Sie mit, stehen wir zusammen, zeigen wir Gesicht“, heißt es in einer Info, die Bernd Gökeler aus Marburg den kobinet-nachrichten geschickt hat.

Wahlaufruf: Zeichen setzen für Demokratie und Menschenwürde

Kreuz auf Wahlzettel
Kreuz auf Wahlzettel
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Anlässlich der am 9. Juni 2024 stattfindenden Wahlen rufen die Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen von Bund und Ländern dazu auf, wählen zu gehen und mit der Stimmabgabe ein klares Bekenntnis zur Demokratie zu verbinden. „Wir feiern in diesen Tagen den 75. Geburtstag unserer Verfassung und auch 30 Jahre Artikel 3 Absatz 3 Satz 2 Grundgesetz: ‚Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden‘. Gleichzeitig nehmen die Beauftragten wahr, dass Hass, Hetze und Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen zunehmen. Dem muss entschieden entgegengetreten werden, denn wer Menschen mit Behinderungen angreift, greift unsere demokratischen Grundwerte an“, heißt es vonseiten der Behindertenbeauftragten.

ABiD verurteilt feigen Angriff auf Wohnheim der Lebenshilfe

Paragraphenzeichen, Waage und Hammer
Hoffen auf ein entsprechendes Urteil
Foto: Pixabay/succo

BERLIN (kobinet) Der Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland „Für Selbstbestimmung und Würde“(ABiD) verurteilt den feigen Angriff auf das Wohnheim der Lebenshilfe in Mönchengladbach. Zugleich fordert dieser Verband dazu auf, aufzupassen, dass wir unsere Demokratie vor extremistischen Angriffen schützen.

Ein soziales Miteinander wählen

Zeichnung von verschiedenen Menschen unterschiedlicher Größe und Hautfarbe. Eine Person im Rolstuhl
Inklusion für die selbstbestimmte Teilhabe alle
Foto: Lebenshilfe Bayern

ERLANGEN (kobinet) Anlässlich der Europawahlen am kommenden Wochenende ruft die Landesvorsitzende der Lebenshilfe Bayern Carolina Trautner alle Menschen mit und ohne Behinderungen dazu auf, wählen zu gehen und mit der Stimme für eine inklusive Gesellschaft einzusetzen sowie sich für die selbstbestimmte Teilhabe aller zu entscheiden. „Wählen Sie ein demokratisches und soziales Miteinander in Europa.“, sagt Carollna Trautner

überZEUGEN auf den Inklusionstagen 2024

Rechts zwei Männer im  dunklen  Anzug,  links eine junge Frau mit Bluse mit Nationalmotiven  der Ukraine
Kuratorin Nataliia Zviagintseva, Bundesminister Hubertus Heil und stellvertretender IB&P-Vorsitzender André Nowak
Foto: Peter Halle

BERLIN (kobinet) Das ABiD-Institut Behinderung & Partizipation (IB&P) und INKuLtur (Austausch e.V.) hat am 3. und 4. Juni im Rahmen der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales organisierten Inklusionstage 2024 in Berlin ihre Wanderausstellung „überZEUGEN: Geschichten von Menschen mit Behinderungen in Deutschland und der Ukraine“ präsentiert.

Zuversichtlich trotz großer Herausforderungen

Portrait eine Mannes mit kahlem Kopf im dunklen Anzug, mit weißem  Hemd und grauem Schlips
Vorstandsvorsitzenden Professor Dr. med. Dieter Bach
Foto: JONAS RATERMANN

NEU-ISENBURG (kobinet) Das gemeinnützige KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation hatte am 4. Juni 2024 in der Zentrale in Neu-Isenburg ihre 55. ordentlichen Mitgliederversammlung als Hybridveranstaltung durchgeführt. Neben dem Rückblick auf das Geschäftsjahr 2023 standen die zukünftigen Herausforderungen auf der Tagesordnung. Das KfH sieht sich in einer stabileren Ausgangslage und könne, so der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. med. Dieter Bach, optimistischer in die Zukunft blicken,

4. Auflage der Schattenübersetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

UN-Behindertenrechtskonvention
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Foto: BIZEPS Wien

Berlin (kobinet) Die Behindertenverbände wartet seit vielen Jahren darauf, dass die deutsche Übersetzung der UN-Behindertenrechtskonvention aktualisiert wird, so dass beispielsweise der Begriff „inclusion“ mit „Inklusion“ statt mit „Integration“ übersetzt wird. Das NETZWERK ARTIKEL 3 hat daher die nunmehr 4. Auflage der Schattenübersetzung des Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Behindertenrechtskonvention) der Vereinten Nationen veröffentlicht. „In der vorliegenden 4. Auflage haben wir lediglich an drei Stellen das ‚Wohl des Kindes‘ in das ‚beste Interesse des Kindes‘ umgewandelt. Damit orientiert sich die Schattenübersetzung enger am englischen Original ‚best interest of the child‘ sowie an der Kinderrechtskonvention. Das ‚Wohl des Kindes‘ reduziert das Kind auf ein Schutzobjekt. Es ist jedoch primär Menschenrechtssubjekt und Rechtsträger*in“, heißt es in der Einführung in die 4. Auflage der Schattenübersetzung des NETZWERK ARTIKEL 3.