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Gesetzentwurf für mehr Barrierefreiheit endlich veröffentlichen

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Berlin (kobinet) Der Referentenentwurf für die Weiterentwicklung des Behindertengleichstellungsgesetzes des Bundes (BGG) muss endlich auf den Weg gebracht und veröffentlicht werden. Darin waren sich die Teilnehmenden der Konferenz zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vom 27. Februar 2024 im Berliner Congress Center einig. Als der Bundesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel zum Abschluss der Konferenz diese Forderung erhob, brandete großer Beifall auf, denn dabei geht es entscheidend darum, ob wir endlich auch in Deutschland die privaten Anbieter von Dienstleistungen und Produkten zur Barrierefreiheit verpflichten.

Access mit neuer Geschäftsführung

Logo von Access
Logo von Access
Foto: Access

Erlangen (kobinet) Während viele noch große Zweifel bezüglich der Möglichkeiten der Inklusion auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt hatten, wurden in Erlangen schon viele behinderte Menschen auf den ersten Arbeitsmarkt vermittelt. Nach über 25 Jahren des Wirkens von Access – Inklusion im Arbeitsleben als gemeinnützige GmbH für das Anliegen der beruflichen Inklusion am regionalen Arbeitsmarkt und darüber hinaus, hat sich die Geschäftsführung der in Erlangen angesiedelten Access gGmbH neu aufgestellt. Der ehemalige Geschäftsführer, Karl-Heinz Miederer, trat seinen verdienten Ruhestand zum Jahreswechsel an. Seit dem 1. Januar 2024 wird Access nun durch Andrea Seeger und Florian Walczak weitergeführt, wie die neue Geschäftsführung mitteilte.

Ein neuer Anfang: Selbständiges Wohnen mit Persönlichem Budget

Logo der Fachstelle EUTB
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Foto: Fachstelle EUTB

Berlin (kobinet) „Ein neuer Anfang: Selbständiges Wohnen mit dem Persönlichen Budget“, so lautet der Titel eines Beitrags im aktuellen Newsletter der Fachstelle Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung. „Unterschiedliche Wohnformen existieren: Wohngemeinschaften, allein, in Partnerschaft oder mit der Familie. Menschen mit und ohne Behinderungen wählen selbstständig, wo und mit wem sie leben möchten. Das Bundesteilhabegesetz sichert individuelle Unterstützung zu, unabhängig von der jeweiligen Wohnsituation. Gemeinsam mit Wolfgang Weiß, Berater der EUTB® Leonberg, sind wir dazu ins Gespräch gekommen: Er berichtet von einer Beratungskonstellation zum Thema ’selbstbestimmtes Wohnen‘ mit einer ratsuchenden Angehörigen. Im Interview geht es auch um das Persönliche Budget (PB). Detaillierte Informationen zum Persönlichen Budget können Sie dem Wörterbuch der Teilhabe und den dort weiterführenden Links entnehmen“, heißt es in der Einführung des Beitrags.

Zum Vormerken: 5. Mai 2024 Protesttags-Demo in Berlin

Demonstranten gehen von Brandenburger Tor zum Rathaus
Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) „Im Hintergrund laufen bereits die Vorbereitungen für den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2024. Bitte halten Sie sich den Tag frei und demonstrieren Sie mit“, heißt es im aktuellen Newsletter der Berliner Behindertenzeitung, die vom Berliner Behindertenverband herausgegeben wird. In vielen anderen Städten finden ebenfalls Aktionen und Veranstaltungen zur Gleichstellung behinderter Menschen im Zeitraum vom 27. April bis 12. Mai 2024 statt. Bis 31. März können noch Anträge für die Förderung von Aktionen und Veranstaltung zum Protesttag bei der Aktion Mensch gestellt werden.

Gründungskonferenz für Menschenrechtsallianz in Österreich

Fahne von Österreich
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Foto: public domain

Wien (kobinet) In Deutschland haben sich im Januar 2023 über 120 Organisationen zum Bündnis AGG Reform Jetzt zusammengeschlossen, das für die längst überfällige Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) gruppenübergreifend eintritt. In Österreich wurde nun die Initiative für eine Menschenrechtsallianz ins Leben gerufen. Mitte Februar 2024 fand dazu ein erstes öffentliches Treffen mit großer Beteiligung statt, wie es im österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS heißt.

Arbeitslosigkeit Schwerbehinderter anhaltend hoch

Logo der Bundesagentur für Arbeit
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Foto: BA

Nürnberg (kobinet) Im Vergleich zum Januar 2024 hat sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen in Deutschland im Februar um knapp 500 reduziert und bleibt damit anhaltend hoch. Im Februar 2024 waren 173.768 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Im Januar 2024 waren es noch 174.250. Trotz neuer Regelungen für die Ausgleichsabgabe für beschäftigungspflichtige Betriebe und einer Reihe weiterer neuer Regelungen im Rahmen des am 1. Januar 2024 in Kraft getretenen Gesetz zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarkts können noch keine nennenswerten Effekte für die bessere Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt festgestellt werden. Im Vergleich zum Februar 2023, als noch 166.507 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet waren, ist die Zahl sogar um über 7.000 massiv angestiegen.

Paritätischer warnt vor Aktienrente

Grafik, die steigende und fallende Werte zeigt
Aktienkurse sind risikoreich
Foto: Pixabay/Mediamodifier

BERLIN (kobinet) Die geplante Einführung einer Aktienrendite kritisiert der Paritätische Wohlfahrtsverband scharf als “riskanten Irrweg”. Um die gesetzliche Rente als Herzstück der Sozialversicherungen armuts- und zukunftsfest zu machen, brauche es vielmehr die Umgestaltung zu einer echten Bürgerversicherung, fordert der Wohlfahrtsverband.

Beratungsbedarf wächst weiter

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MÜNCHEN (kobinet) Nach dem Bericht des Bezirkes Oberbayern wächst der Bedarf an der Vor-Ort-Beratung an den oberbayerischen Pflegestützpunkten weiter rasant. Wie die Jahresstatistik 2023 zeigt, stieg an allen 19 Standorten die Anzahl der Beratungen, insgesamt von 2867 im Jahr 2022 auf nun 5188 – ein Wachstum von 81 Prozent.

HandsUp für mehr Inklusion

Bild vom Gebärdenchor HandsUp
Bild vom Gebärdenchor HandsUp
Foto: Aktion Mensch

Hamburg (kobinet) „Konzerte sind nichts für gehörlose Menschen? Doch! Spätestens dann, wenn den Verantwortlichen Inklusion am Herzen liegt. Ein tolles Beispiel ist der ‚HandsUp‘-Chor in Hamburg. Dort werden die Lieder nicht gesungen, sondern gebärdet. Damit begeistert unser Förderprojekt ein immer größer werdendes Publikum“, hießt es im aktuellen Newsletter der Aktion Mensch. „Der Gebärdenchor ‚HandsUp“ ist mit jährlich 12 Auftritten lebendiger Beweis und Botschafter für Inklusion und Teilhabe“, heißt im Bericht über das Projekt.

Trauer um Karin Brich

Karin Brich
Karin Brich
Foto: NITSA

München (kobinet) „Erst vor wenigen Tagen erreichte uns die Nachricht, dass unser Gründungs- und Vorstandsmitglied Karin Brich im Krankenhaus war und auf die Intensivstation verlegt wurde. Karin hat uns vergangenen Donnerstag für immer verlassen. Wir sind bestürzt und in Gedanken bei ihrer Familie und allen Menschen, die Karin nahestanden“, heißt es in einem am 3. März 2024 veröffentlichten Nachruf auf der Internetseite des Netzwerk für Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung und Assistenz (NITSA) Nachruf auf Karin Brich.

Neues Projekt: Behinderte Menschen in Katastrophenlagen nicht diskriminieren

Schild mit Rollizeichen: Bitte hier warten. Please wait here.
Schild mit Rollizeichen: Bitte hier warten. Please wait here.
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) startete in das Jahr 2024 mit einem neuen Projekt namens „Nicht-Diskriminierung behinderter Menschen in Gefahrensituationen und humanitären Notlagen“. Das Projekt wird für drei Jahre durch den beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales angesiedelten Partizipationsfonds finanziert. „Kriege, Klimawandel und Katastrophen: Das 21. Jahrhundert stellt die Menschheit vor tiefgreifende Herausforderungen. Und besonders für Menschen mit Behinderungen sind sie eine existenzielle Gefahr. Deshalb schreibt die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Artikel 11 vor: ‚Die Vertragsstaaten ergreifen im Einklang mit ihren Verpflichtungen nach dem Völkerrecht (…) alle erforderlichen Maßnahmen, um in Gefahrensituationen (…) den Schutz und die Sicherheit von Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten'“, heißt es in einer Presseinformation zum neuen Projekt der ISL.

Über 1.000 Kontaktdaten mit Gebärdensprachkenntnissen auf www.deafservice.de

Symbol Gebärdensprache
DGS Symbol Gebärdensprache
Foto: public domain

Röthenbach (kobinet) Das Portal für Hörbehinderte und Gehörlose www.deafservice.de wurde 2010 gelauncht. Betrieben und finanziert wird das Portal seit der Gründung privat von Judit Nothdurft aus Röthenbach. Die Unternehmerin und Dozentin ist Mutter von zwei erwachsenen gehörlosen Söhnen und engagiert sich seit Jahren für Barrierefreiheit, Inklusion und Teilhabe. Über 1.000 bundesweite Kontaktdaten aus 300 Branchen sind hier erfasst, die ihre Leistungen für Gehörlose barrierefrei in Gebärdensprache anbieten, wie sie in per Pressemitteilung bekannt gab.

Kinderbuch Online-Lesung: Als Ela das All eroberte

Plakat zur Online-Lesung am 8. März 2024
Plakat zur Online-Lesung am 8. März 2024
Foto: Selbstbestimmt Leben Ludwigsburg

Kehl / Ludwigsburg (kobinet) „Raul Krauthausen und Adina Hermann lesen am Freitag, den 8. März 2024, um 16:00 Uhr aus dem Kinderbuch „Als Ela das All eroberte“, das sie gemeinsam geschrieben haben. Die Lesung findet online statt und richtet sich an groß und klein – alle sind willkommen.“ Darauf hat Bettina Krück hingewiesen, die zusammen mit Antonio Florio vom Verein Selbstbestimmt Leben im Landkreis Ludwigsburg diese gemeinsame Online-Lesung organisiert.

Rückenwind für Projekt zur Budgetkompetenz bei erster Beiratssitzung

Gruppenbild von der Beiratssitzung des Projekts Budgetkompetenz
Gruppenbild von der Beiratssitzung des Projekts Budgetkompetenz
Foto: ISL

Berlin (kobinet) Im Februar 2024 kam der neu geschaffene Projektbeirat zur Unterstützung des bundesweiten Projektes „Budgetkompetenz – Initiative zum Budget für Arbeit und Ausbildung“ das erste Mal in Berlin zusammen. Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen aus Rechtswissenschaft, der Rentenversicherung, der Bundesagentur für Arbeit, dem Landschaftsverband Rheinland, den Werkstatträten Deutschland und nicht zuletzt dem Büro des Bundesbehindertenbeauftragten sowie allen Projektpartnern, fand ein reger interessierter Austausch statt. „Es wurde sehr deutlich, wie wichtig allen Anwesenden das Thema Arbeitsmarktinstrumente und der Inklusive Arbeitsmarkt ist“, teilte Wiebke Schär von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) mit.

Die Neue Norm Podcast zu Kinderbüchern

Logo: Die Neue Norm
Logo: Die Neue Norm
Foto: BR

München (kobinet) „Stereotype Held*innengeschichten oder Disability Mainstream? Kinderbücher sind vielfältig. Was unsere persönlichen Lieblingsbücher waren und wie für uns das perfekte Kinderbuch aussehen würde, besprechen wir in dieser Folge unseres Bayern 2 Podcasts“, heißt es in der Ankündigung der neuen Ausgabe des Podcast Die Neue Norm zum Thema Kinderbücher.

IGEL-Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Februar 2024

Logo: IGEL-Monatsrückblick
Logo: IGEL-Monatsrückblick
Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Probleme werden sichtbar gemacht und junge Menschen inspirieren Monatsrückblick auf den Monat Februar“, so titelte Sascha Lang, der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) die neueste Episode mit dem Monatsrückblick auf die Behindertenpolitik im Februar 2024. Zusammen mit kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul ließ er die behindertenpolitischen Geschehnisse im letzten Monat Revue passieren.

Nicht-invasive Pränataltests sollen Kassenleistung werden

Kleinkind, das in Decken eingewickeltist, schaut den Betrachter  des Bildes nach oben an
Kleine Kinder verändern das Leben in Familien
Foto: Pixabay/Pexels

BERLIN (kobinet) Die Bundesregierung wird aufgefordert, ein Monitoring zu den Folgen der Kassenzulassung des Nicht- invasiven Pränataltest (NIPT) zu veranlassen. Das fordert die interfraktionelle Gruppe Pränataldiagnostik in Form eines Antrags an die Bundesregierung. Sie bringt damit eine Initiative auf den Weg, die dem Bundesratsbeschluss „Kassenzulassung des nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) – Monitoring der Konsequenzen und Einrichtung eines Gremiums“ vom 16. Juni 2023 entspricht:

Studie ermittelt Unterstützungsbedarf

Wappen Bundesland Sachsen
Wappen Bundesland Sachsen
Foto: Gemeinfrei, public domain

DRESDEN (kobinet) Im Auftrag des Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt soll eine Studie jetzt den Unterstützungsbedarf bei Autismus-Spektrum-Störungen und weiteren spezifischen Behinderungen in Sachsen ermitteln. Damit soll ermittelt werden wie viele Menschen mit spezifischen Behinderungen wie einer Autismusspektumstörung, Taubblindheit, dem Angelman-Syndrom oder dem Prader-Willi-Syndrom in Sachsen leben und wie sich ihre Lebenssituation gestaltet.

Arbeiten außerhalb der Werkstatt – Betroffene gründen ein Netzwerk

Logo: Budget für Arbeit nutzen
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Foto: Netzwerk Artikel 3

Berlin (kobinet) Behinderte Menschen, die anstatt in einer Werkstatt für behinderte Menschen außerhalb der Werkstatt arbeiten, wollen ein Netzwerk gründen, um ihre Interessen gemeinsam zu vertreten und andere behinderten Menschen auf dem Weg aus der Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu unterstützen. Ein erstes Online-Treffen für behinderte Menschen, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten oder da arbeiten wollen, die das Budget für Arbeit oder Ausbildung nutzen, findet am Freitag, den 5. April 2024 von 15:00 bis 17:00 Uhr über Zoom statt. Dies teilte die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) mit, die im Projekt „Budgetkompetenz – Initiative zum Budget für Arbeit und Ausbildung“ mitwirkt.

Neuer Schwung für die UN-Behindertenrechtskonvention?

Logo des Podcast IGEL: Inklusion Ganz EInfach Leben
Logo des Podcast IGEL
Foto: Sascha Lang

Bad Segeberg / Kassel (kobinet) „Neuer Schwung für die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland: Wie weiter nach der zweiten Staatenprüfung?“ So lautet der Titel einer Konferenz, die am 27. Februar 2024 vom Bundesbehindertenbeauftragten und Deutschen Institut für Menschenrechte in Berlin durchgeführt wurde. Ganz aktuell sprach der Macher des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL), Sascha Lang, mit Ottmar Miles-Paul, der an der Konferenz teilgenommen hat, über dessen Eindrücke und Einschätzung. Vor allem wollte Sascha Lang wissen, ob von der Konferenz nun wirklich neuer Schwung für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention kommt.

Österreichische Volksanwaltschaft beschäftigte sich mit Sexualität in Einrichtungen

Fahne von Österreich
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Foto: public domain

Wien (kobinet) Die österreichische Volksanwaltschaft stellte vor kurzem Untersuchungsergebnisse und Empfehlungen zum Thema Sexualität in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen im Rahmen eines Pressegesprächs vor. „Die Kommissionen der Volksanwaltschaft kontrollieren die Umsetzung der Menschenrechte in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Im Rahmen dieser Tätigkeit besuchten sie von April 2022 bis Juli 2023 161 Einrichtungen in ganz Österreich, um diese hinsichtlich sexueller Selbstbestimmung und dem Vorhandensein sexualpädagogischer Konzepte zu untersuchen“, heißt es in einem Bericht des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS.

Wenn Peers zu Feinden werden, was ist da los?

Hans-Willi Weis im Biergarten Bier trinkend
Hans-Willi Weis
Foto: Hans-Willi Weis

Berlin (kobinet) Ja wirklich, da fragt man sich doch, was da los ist. Feindseligkeit zwischen nach sozialen Merkmalen einander Nahestehenden, zwischen Peers. Quasi natürlich Verbündeten, vom gleichen Schicksal Betroffenen, Leidensgenossen und -genossinnen. Dass man dennoch in ihren Communities allzu oft statt Unterstützung und Solidarität Missgunst und Feindseligkeit antrifft. Woran liegt das? Kann man da nichts machen?

Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung und die Nachhaltigkeitsziele

Logo der Fachstelle EUTB
Logo der Fachstelle EUTB
Foto: Fachstelle EUTB

Berlin (kobinet) Im Jahr 2015 haben die Vereinten Nationen die Agenda 2030 verabschiedet und damit 17 globale Nachhaltigkeitsziele, die Sustainable Development Goals (SDGs), für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung gesetzt. Die Agenda ist ein Fahrplan für die Zukunft, mit dem weltweit ein menschenwürdiges Leben ermöglicht und die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft bewahrt werden. Im Newsletter der Fachstelle Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung wurde nun eine Themenreihe gestartet, durch die einige der Ziele näher beleuchtet und gezeigt werden soll, inwiefern die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) zur Erreichung der Ziele ihren Beitrag leistet.

Weichen für Barrierefreiheit im ÖPNV in Nordrhein-Westfalen gestellt

Dennis Sonne mit Konzernchef der DB NRW, Werner Lübberink und Verkehrsminister Oliver Krischer
Dennis Sonne mit Konzernchef der DB NRW, Werner Lübberink und Verkehrsminister Oliver Krischer
Foto: Dennis Sonne

Düsseldorf (kobinet) Am 26. März 2024 jährt sich das Inkrafttreten der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in Deutschland zum 15. Mal. Auch aus diesem Anlass verabschiedete die schwarz-grüne Koalition in Nordrhein-Westfalen (NRW) mit Unterstützung der SPD am 29. Februar 2024 einen Antrag zur Barrierefreiheit im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Dazu erklärte der grüne Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen Dennis Sonne „Vieles was vor 15 Jahren in der Rechtsverordnung festgehalten wurde, lässt noch stark auf sich warten. Daher ist es gut, dass wir uns im Landtag NRW auf den Weg machen, um den Personennahverkehr endlich barrierefrei zu machen. Der ÖPNV öffnet dabei buchstäblich Türen, denn was bringt der inklusive Arbeitsmarkt oder die barrierefreie Kulturveranstaltung, wenn die Menschen nicht dorthin kommen.“

Bahn reagiert auf Test

Einstiegshilfe für behinderte Reisende im ICE 4
Einstieg für behinderte Reisende im ICE 4
Foto: Kay Macquarrie

Berlin (kobinet) Der Kieler Kay Macquarrie hat kürzlich für das Schleswig-Holstein-Magazin des Norddeutschen Rundfunks den ICE 4 der Deutschen Bahn und seinen Zuglift gestestet. In dem Fernsehbeitrag waren die bekannten Probleme für Reisende im Rollstuhl offensichtlich. In einem Schreiben an den NDR bat eine Bahnsprecherin um Entschuldigung. Mit der Reaktion der Bahn auf den Praxistest ist der stellvertretende Behindertenbeaufragte der Landesregierung nicht zufrieden.

Entscheidend ist, was man bewegt

Große Gruppe von Läufern schiebt ältere Personenmit Rollstuhl
Gemeinsam Sport treiben
Foto: Pixabay/HansMartinPaul

DÜSSELDORF (kobinet) Seit vielen Jahren ist das Thema „Sport“ im Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (bvkm) fest verankert. Gemäß seiner These: „Es ist egal, wie man sich bewegt – entscheidend ist, was man bewegt“ setzt sich der bvkm für eine uneingeschränkte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Freizeit-, Breiten- und Wettkampfsport in Schulen, Vereinen und anderen Einrichtungen ein. Ein besonderes Ziel ist dabei die Förderung des Sports für Menschen mit Komplexer Behinderung, wie zum Beispiel Menschen mit cerebralen Bewegungsstörungen.

Ohne mich würdet ihr alt aussehen

Zeichnung einer Frau mit Schutzhelm und  Bauzeichnungen unter dem Arm
Frau am Bau
Foto: Pixabay/GraphicMama-team

BERLIN (kobinet) Eine Initiative, welche auch von der Antidiskriminierungsbeauftragten des Bundes unterstützt wird, will für Diskriminierung von älteren Frauen am Arbeitsmarkt sensibilisieren.

Wie ist das mit dem barrierefreien Reisen ?

Weg über eine historische Steintreppe
Mühevoller Weg zur Barrierefreiheit
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet) In der kommenden Woche treffen sich rund um den Berliner Funkturm wieder Tourismusexperten und Expertinnen zur Internationalen Tourismusbörse (ITB) und in diesem Rahmen auch zum „Tag des barrierefreien Tourismus“. Sicherlich wird es bei dieser Veranstaltung wieder viele Informationen über Neuigkeiten und gute Beispiel aus dem Tourismus geben – dass ist nun einmal, neben der Möglichkeit, sich dort zu treffen, sich kennen zu lernen und Netzwerke zu schmieden, der Sinn einer solchen Messe. Zugleich ist es uns von den „kobinet Nachrichten“ auch ein Anlass, die Leserinnen und Leser zu fragen, wie sie das mit dem barrierefreien Tourismus so sehen, welche Erfahrungen sie damit machen ?

Schämt Euch! Deutschland verweigert das Menschenrecht auf inklusive Bildung

Mahnwache für Recht auf inklusive Bildung vor dem Kanzleramt am 27.2.2024
Mahnwache für Recht auf inklusive Bildung vor dem Kanzleramt am 27.2.2024
Foto: mittendrin e.V.

Berlin (kobinet) Am 27. Februar 2024 versammelten sich Eltern vor dem Bundeskanzleramt zu einer Mahnwache. Die Elterngruppe prangerte dabei mit einem Transparent die anhaltende Ausgrenzung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung an und forderte die Umsetzung des Menschenrechts auf inklusive Bildung ein. Zu der Aktion hatte der Verein mittendrin aus Köln und eine Reihe weiterer Initiativen zur schulischen Inklusion aufgerufen. „Schämt Euch! Deutschland verweigert das Menschenrecht auf inklusive Bildung“, heißt es auf dem Transparent, das bei der Mahnwache vor dem Bundeskanzleramt und später auch bei einer Mahnwache im Foyer der Konferenz zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Berliner Congress Centrum gezeigt wurde. Mit dem Transparent waren die Eltern schon bei der Staatenprüfung Deutschlands zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention Ende August 2023 in Genf vertreten.

Stiftung kreuznacher diakonie arbeitet sexelle Gewalt auf

Bundesarchiv Bild 102-09937, Kinderheim der Franziskanermönche in Schöneiche von Unknown

BAD KREUZNACH (kobinet) Das Thema sexualisierte Gewalt in der Geschichte der Stiftung kreuznacher diakonie soll nun durch Historiker Dr. Sascha Topp aufgearbeitet werden. Anlass dafür sind unter anderem Verdachtsfälle, in denen Kinder und Jugendliche in der Obhut der Stiftung mutmaßlich Opfer von sexuellen Übergriffen wurden.

Annetraud Grote: Neue Landesbehindertenbeauftragte in Niedersachsen

Annetraud Grote
Annetraud Grote
Foto: Staatskanzlei Niedersachsen

Hannover (kobinet) Am 1. März 2024 tritt Annetraud Grote ihren Dienst als neue niedersächsische Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen und damit die Nachfolge von Petra Wontorra an. Annetraud Grote betonte dazu im Vorfeld: „Ich freue mich auf diese neue, herausfordernde Aufgabe und bin sehr dankbar für diese Möglichkeit, Inklusion als Querschnittsaufgabe gestalten zu dürfen.“ Vorgestellt in ihrem neuen Amt wurde Annetraud Grote am 28. Februar von Niedersachsens Sozialminister Dr. Andreas Philippi, der darauf hinwies, dass das Ziel der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen noch lange nicht erreicht sei. Der Minister betonte: „Es gibt noch viel zu tun bei dem Ziel, die inklusive Gesellschaft und gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben, im Sport und Kulturbetrieb oder auf dem Wohnungsmarkt zu erreichen. Daher ist es gut und notwendig, dass die Menschen mit Behinderungen in Niedersachsen mit Frau Grote wieder ein Sprachrohr haben.“

Tagungsbericht: Guter Gewaltschutz ist wie ein gutes T-Shirt

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Foto: BODYS

Bochum / Berlin (kobinet) Das Thema Gewaltschutz war ein Topthema während der Konferenz „Mehr Schwung für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention“ am 27. Februar 2024 in Berlin, wo der dringende Handlungsbedarf deutlich wurde. Dabei wiesen verschiedene Akteur*innen darauf hin, dass gerade die Gewalt in Einrichtungen für behinderte Menschen ein großes Problem darstellt. Dass dieses Thema nicht neu ist, zeigt u.a. ein Bericht über den Fachtag „Zugang zum Recht für behinderte Frauen und Mädchen“, der nun veröffentlicht wurde und den es sowohl in Leichter und in schwerer Sprache gibt, wie Franziska Witzmann vom Bochumer Zentrum für Disability Studies (BODYS) an der Evangelische Hochschule RWL mitteilte, das den Bericht nun veröffentlicht hat.

Gesundheitswesen konsequent barrierefrei und inklusiv gestalten

Nicole Romanus
Nicole Romanus
Foto: privat

Kassel (kobinet) Nicole Romanus hat sich im Rahmen ihrer Peer Counseling Weiterbildung beim Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) mit der Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen beim Zugang ins allgemeine Gesundheitssystem befasst. Gerade auch im Lichte der nun anstehenden Entwicklung eines Aktionsplans für ein diverses, inklusives und barrierefreies Gesundheitswesen des Bundesministerium für Gesundheit führt kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit der Peer Counselorin ein Interview zum Thema.

Neues Ausbildungsportal der Bundesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen

Henry Spradau
Henry Spradau
Foto: privat

Berlin (kobinet) Die Bundesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen (bag if) hat ein neues Ausbildungsportal „Ausbildung MEHRWERT inklusive“ herausgebracht. Es richtet sich an Ausbildungsinteressierte, die mehr über die Möglichkeit einer Ausbildung in einem Inklusionsunternehmen erfahren wollen, und an Inklusionsunternehmende, die die Ausbildung in ihrem Betrieb stärken möchten. Das Portal bietet laut dem Bericht von Henry Spradau nähere Informationen, zum Beispiel über Ausbildungs- und Fördermöglichkeiten, auch anhand von Fallbeispielen.

PRO Retina Deutschland lädt zum Digitalfestival ein

Logo: PRO RETINA Deutschland
Logo: PRO RETINA Deutschland
Foto: PRO RETINA Deutschland

Bonn (kobinet) Die Digitalisierung ist ein wichtiger Schlüssel zu Teilhabe und einem selbstbestimmten Leben. Daher teilen die Selbsthilfeorganisation PRO RETINA Deutschland und ihre Digitalexpertinnen und -experten beim ersten PRO RETINA-Digitalfestival ihr digitales Wissen. So sollen Menschen mit Netzhauterkrankungen erfahren, welche digitalen Möglichkeiten es gibt und wie sie die Technologie optimal für sich nutzen können. Neben Vorträgen, Raum zum Austausch und einem Barcamp wird es eine Hilfsmittelausstellung geben. Das Digitalfestival findet vom 22. bis zum 24. März 2024 statt. Interessierte können sich ab sofort anmelden unter [email protected]. Die Teilnahme ist kostenlos.

Potsdamer Inklusionstage: Vielfalt feiern, Barrieren abbauen

Bild zu den Potsdamer Inklusionstagen 2024
Bild zu den Potsdamer Inklusionstagen 2024
Foto: Stadt Potsdam

Potsdam (kobinet) Um den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen am 5. Mai herum wird es auch dieses Jahr wieder eine Vielzahl von spannenden Aktionen und Veranstaltungen in Sachen Inklusion und Gleichstellung behinderter Menschen geben. Unter dem Motto „Vielfalt feiern, Barrieren abbauen“ wird beispielsweise in Potsdam durch ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm vier Wochen lang die Aufmerksamkeit auf die vielfältigen inklusiven Aktivitäten in Potsdam gelenkt, wie es in einer ersten Ankündigung der Landeshauptstadt Potsdam heißt. Die Veranstaltungen finden in der Zeit vom 27. April bis 26. Mai 2024 statt.

Engagierte Diskussionen zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention

Ottmar Miles-Paul
Ottmar Miles-Paul
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) „Neuer Schwung für die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland: Wie weiter nach der zweiten Staatenprüfung?“ Unter diesem Motto hatten das Deutsche Institut für Menschenrechte und der Bundesbehindertenbeauftragte für den 27. Februar 2024 zu einer Konferenz ins Berlin Congress Center (bcc) geladen. Mit fast 500 Teilnehmer*innen vor Ort und vielen, die die Veranstaltungen online verfolgten, sind weit mehr gekommen als ursprünglich geplant war, Vor allem zeichnete sich die Veranstaltung durch engagierte Diskussionen und ein sehr reges Publikum aus. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul hat in den letzten Jahren selten ein Publikum erlebt, dass sich durch so viel Applaus, aber zum Teil durch Missfallensausdrücke so engagiert bei den Diskussionen im Plenum gezeigt hat. Und auch in den acht Foren wurde engagiert diskutiert.

Brandbrief unterzeichnen: Behinderte Geflüchtete und Migrant*innen vor Diskriminierungen schützen

Kleines Mädchen mit einer Gehhilfe
Kleines Mädchen mit einer Gehhilfe
Foto: privat

Berlin (kobinet) Anlässlich der aktuellen diskriminierenden Gesetzesverschärfungen für Geflüchtete und Migrant*innen mit Behinderungen ruft das Berliner Zentrum für Selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (BZSL/BNS) zur Solidarität auf. Der bundesweite Brandbrief „Gegen rechte Ideologien und für gleiche Menschenwürde – Verbände fordern Schutz vor Diskriminierung für behinderte Menschen in der Migrationspolitik“, auf den auch Prof. Dr. Theresia Degener in ihrem Beitrag bei der Konferenz zur weiteren Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention am 27. Februar in Berlin hingewiesen hat, kann bis zum 13. März 2024 unterzeichnet und verbreitet werden.

Was macht eigentlich Birger Höhn?

Birger Höhn
Birger Höhn
Foto: Jenny Klestil Photography

Kassel / Dresden (kobinet) „Was macht eigentlich Birger Höhn?“ Dieser Frage ist kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul im Interview mit Birger Höhn aus Dresden nachgegangen. Seit vielen Jahren engagiert sich dieser in eine Reihe von Bereichen in der Behinderten- und Inklusionspolitik. Seit dem letzten Jahr, als Birger Höhn an der Weiterbildung zum Empowerment zur Selbstvertretung des Bildungs- und Forschungsinstituts zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) teilgenommen hat, hat sich einiges in seinem Leben und seinem Engagement getan, wie Ottmar Miles-Paul erfuhr.