Nachrichten

Europa für Alle auf der Straße

Für ein solidarisches und soziales Europa - 19. Mai 2019 am Berliner Alex
Bild: sch

Eine Woche vor den Europawahlen gingen heute in Berlin und sechs weiteren Städten (Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, Leipzig, München, Stuttgart) Zehntausende auf die Straße, um gegen Rassismus und Nationalismus zu demonstrieren. Unter dem Motto „Ein Europa für Alle – Deine Stimme gegen Nationalismus!" hatte ein Bündnis aus mehr als 250 Organisationen und Initiativen aus der Zivilgesellschaft aufgerufen. Zu Beginn der Demo am Berliner Alexanderplatz rief Marcus Graubner vom Allgemeinen Behindertenverband in Deutschland auf, am kommenden Sonntag an die Wahlurnen zu gehen, für ein soziales Europa der Vielfalt und gegen die Aufweichung von mühsam erkämpften Errungenschaften zu stimmen.

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Momentaufnahme 123

Ringelblumen in weißer Vase
Bild: Irina Tischer

Schönheit liegt im Auge des Betrachters. (Thukydides)

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Kinder und Jugendliche stimmen für Grüne und SPD

Logo der Europäischen Union
Bild: public domain

Bei der U18-Europawahl sind bereits mehr als 110.000 Stimmen ausgezählt. Dabei konnten neun Tage vor der Europawahl am nächsten Sonntag Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren bundesweit ihre Stimme für Europa abgeben. Nach dem vorläufigen Ergebnis mit Stand vom 18. Mai 2019, 14:00 Uhr bekam Bündnis 90/Die Grünen mit 28,8 Prozent die meisten Stimmen. Es folgten die SPD mit 15 Prozent, die CDU/CSU mit 12,8 Prozent, die Linke mit 6,9 Prozent, die AfD mit 6,8 Prozent und die FDP mit 5,6 Prozent.

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REHAB mit wachsender Resonanz

Blick in Halle 1 der REHAB
Bild: LARS BEHRENDT

Zum 20. Jubiläum der REHAB präsentierten 460 Aussteller aus 21 Ländern (2017: 18 Länder) auf insgesamt 40.000 Quadratmetern (2017: 35.000 Quadratmeter) ihre neuesten Reha-, Orthopädie- und Medizintechnikprodukte sowie Innovationen für Pflege und Therapie. Rund 18.500 Fach- und Privatbesucher strömten vom 16. bis 18. Mai in die Karlsruher Messehallen und machten die REHAB zum Schauplatz für Begegnungen auf Augenhöhe zwischen Menschen mit und ohne Handicap. Dabei nahmen die Besucher, von denen rund 68 Prozent Fachleute waren, zunehmend weite Anreisewege in Kauf.

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Wolfgang Biermanski bei den Bibern

Wolfgang Biermanski vor dem Biberbau
Bild: Wolfgang Biermanski

Für den Inklusionsbotschafter Wolfgang Biermanski, der sich u.a. für die Teilhabe von taubblinden Menschen einsetzt, war es ein interessanter Tag im Nationalpark-Zentrum Eifel in Schleiden, wo der taubblinde Entdecker u.a. auf die Biber traf. Ringsherum um das Nationalpark-Zentrum auf einem kleinen Berg in malerischer Natur gelegen gab und gibt es einiges zu entdecken, wie Wolfgang Biermanski berichtet. Ihn interessierten dabei die Wildnis(t)räume besonders, welche als inklusive Erlebnisausstellung angepriesen wurden und es auch waren.

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Meisterschaften im Rollstuhlskaten

Melisa-Aylin (rechts) mit Sportgefährtin im Gespräch
Bild: sch

Nach dem Auftakt im vergangenen Jahr in Hamburg wurden heute in Berlin zum zweiten Mal Deutsche Meisterschaften im Rollstuhlskaten ausgetragen. Als jüngste Starterin eröffnete die 6-jährige Melisa-Aylin aus Bielefeld den Wettbewerb in der Skatehalle an der Revaler Straße in Friedrichshain. Mit stürmischem Beifall wurde auch Katarina Witt als Schirmherrin der Veranstaltung begrüßt.

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Museums-App und barrierefreie Sprache

Einige Ehrenamtliche probierten die capito App gleich aus
Bild: Andrea Wismath

Das Diakoniemuseum in Schwarzenbruck setzt als erstes Museum hierzulande auf die Anwendung für barrierefreie Sprache. Damit soll die Ausstellung soll allen offen stehen.

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Fulda mit Inklusionskompass

Logo des Inklusionskompass
Bild: IGbFD

Mitte der vergangenen Woche wurde der neue regionale Online-Ratgeber für Menschen mit Behinderung „InklusionsKompass Fulda“ freigeschaltet. Bereits nach einer Woche haben sich dort mehr als 60 Firmen und Organisationen mit ihren Inklusiven und / oder barrierefreien Leistungen für Menschen mit Behinderung eingetragen. Über 3000 Mal wurden die zahlreichen Leistungen bisher von interessierten Menschen aus der Region Fulda abgerufen.

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Mit den Ohren sehen

Silja Korn
Bild: Silja Korn

Das Projekt “seeing with ears” ist für die besonderen akustischen und räumlichen Gegebenheiten des Großen Wasserspeichers in Berlin konzipiert und stellt eine Recherche zu dem Vermögen, über den Gehörsinn ein dreidimensionales Bild zu entwickeln, dar. Eine blinde Performerin, eine Musikerin und eine Tänzerin erforschen dabei am 25. Mai um 20.00 und 22.00 Uhr und am 2. Juni um 16.00 und 20.00 Uhr das Prinzip der Echoortung im Raum durch eigene Klicklaute und hörbar gemachte Tonaufnahmen von Fledermäusen. So heißt es in der Ankündigung für das Stück über Wahrnehmungsgrenzen, Annäherungsversuche und der Unerreichbarkeit des Anderen, auf das die Inklusionsbotschafterin Silja Korn aufmerksam macht.

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Aktion Mensch Bilanz zum Protesttag

Christina Marx
Bild: Aktion Mensch

Vom 27. April bis 12. Mai fanden über 700 Veranstaltungen im Rahmen des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung behinderter Menschen in Deutschland statt. Die Aktion Mensch hat auch dieses Jahr den Protesttag wieder koordiniert und finanziell unterstützt. Welche Highlights es beim Protesttag gab und welche Pläne die Aktion Mensch zukünftig hat, darüber sprach kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit der Leiterin des Bereichs Aufklärung der Aktion Mensch, Christina Marx, die in dem Interview eine erste Bilanz des Protesttages zog.

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Kolumne

Quo vadis Behindertenhilfe?

Roland Frickenhaus
Bild: Roland Frickenhaus

Die Landesrahmenverträge zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) sind auf der Zielgeraden. Ziemlich viel Aufregung in den Ländern herrschte, als es darum ging, das jeweilige Instrument zur Erfassung des individuellen Hilfebedarfs zu bestimmmen. Die sind nun festgelegt und jetzt kann es also losgehen mit der Bedarfsermittlung.

Da es jedoch keinen Rechtsanspruch auf einen Bedarf, sondern auf eine (bedarfsgerechte) Leistung gibt, ist die Frage nach der Leistung die zentrale Frage im ganzen BTHG. Wir müssen jetzt über Leistungen reden! Da sieht es allerdings wesentlich ruhiger aus, als bei den teilweise sehr hitzig geführten Debatten über das "richtige" Bedarfserfassungsinstrument. Das könnte sich rächen.

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TV-Tipps

Aus den Programmen deutschsprachiger Fernsehsender werden hier TV-Tipps über Beiträge mit einem Bezug auf Behinderung, Behindertenpolitik und Leben im Alter angeboten.

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