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Stellenangebote zur Selbstvertretung behinderter Menschen

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Kassel / Berlin (kobinet) Auch wenn die Selbstvertretungsorganisationen behinderter Menschen trotz Rückendeckung der UN-Behindertenrechtskonvention und der bei der Staatenprüfung Deutschlands betonten Bedeutung der Selbstvertretung durch Organisationen behinderter Menschen (DPO) nicht in der komfortablen Lage einer institutionellen Förderung sind, gibt es immer wieder interessante Stellenausschreibungen aus diesem Bereich. Das Weibernetz musste auch in diesem Jahr wieder bangen, eine erneute Projektförderung durch das Bundesfrauenministerium zu erhalten. Trotz des klammen Haushalts ist es zum Glück wieder gelungen. Und so kann die bundesweite politische Interessenvertretung behinderter Frauen beim Weibernetz ihre Arbeit fortsetzen und schreibt eine Stelle aus. Auch bei der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) gibt es ein interessantes Stellenangebot.

Mit der neuen Förderphase gibt es beim Verein Weibernetz in den nächsten drei Jahren einige Neuerungen. Inhaltlich werden neben bekannten Themen der Gleichstellungs- und Behindertenpolitik die Aspekte Sexismus und Ableismus fokussiert. Auch personell wird umstrukturiert. Die alten Häsinnen der Interessenvertretung Brigitte Faber und Martina Puschke treten kürzer und machen Platz für eine Neue, die für die Gleichstellung behinderter Frauen brennt. „Wir freuen uns auf diese spannende Phase und hoffen, bald mit einer neuen Kollegin bekanntes und unbekanntes Terrain zu beackern“, so die Projektleiterin Martina Puschke. Bis 4. Juni 2024 können sich Interessentinnen zur Mitarbeit im Weibernetz bewerben: www.weibernetz.de

Die zweite Stellenausschreibung kam von der ISL. Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) ist eine menschenrechtsorientierte Selbstvertretungsorganisation. Sie ist die Dachorganisation der Zentren für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen und die deutsche Mitgliedsorganisation der internationalen Selbstvertretungsbewegung behinderter Menschen „Disabled Peoples` International – DPI“. Die ISL sucht für das Projekt „Das Recht auf Außerklinische Intensivpflege – Begleitung der Umsetzung aus Betroffenenperspektive“ ab dem 15. Juni 2024 eine Projektassistenz/Sachbearbeitung (m/w/d) in Teilzeit 20 Stunden wöchentlich. Die Stelle ist bis zum 31.12.2026 befristet.

In der Stellenauschreibung der ISL heißt es u.a.:

Aufgaben sind u.a.:

– Assistenz der Projektleitung

– Unterstützung bei der laufenden Projektarbeit

– Mitwirkung bei der Pflege der Projekt-Webseiten/Social Media – Kanäle sowie bei der Erstellung von Veröffentlichungen

– Büromanagement (u.a. Terminkoordinierung, Protokollführung, Telefonservice, E-Mail-Service)

Sie bringen mit:

– Abgeschlossene Berufsausbildung oder mehrjährige relevante Berufserfahrung

– Sicherer Umgang mit MS Office und Zoom

– Sorgfältige Arbeitsweise

– Strukturiertes, eigenständiges Arbeiten mit Teamorientierung

– sehr gute kundenorientierte Kommunikation

– Identifikation mit der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung

Wir bieten:

– Leistungsgerechte Bezahlung

– Vorrangig mobiles Arbeiten und flexible Arbeitszeiten

– Ein diverses Team aus vorrangig Menschen mit Behinderungen

– Menschenrechtsbasierte Arbeit

– Wir fördern den (Wieder-)Einstieg in den Ersten Arbeitsmarkt, deshalb freuen wir uns ausdrücklich über Bewerber*innen aus einer „Werkstatt für behinderte Menschen“ oder mit voller Erwerbsminderung.

Bewerbung: Aussagekräftige Bewerbungen senden Sie bitte als eine Pdf per E-Mail an die Projektleitung: Thomas Koritz unter [email protected] bis zum 10. Juni 2024.

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Heidi Eiselein
26.05.2024 10:15

Aufgrund der Tatsache, dss das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) prekäre Arbeitsverhältnisse von Menschen mit Behinderung anprangert, finde ich es schwierig Selbsthilfeorganisationen in Form von befristeten Arbeitsmöglichkeiten zu unterstützen.

Ein unbefristeter Vertrag mit dem Förderträger ist für mich die einzige Lösung Menschen etwas vor Zukunftsängsten zu entlssen und es kann eine langjährige Zusammenarbeit angestrebt werden.
Zwei oder drei jahre als überschaubare Perspektive in ein Arbeitsgebiet sind wenig und sehr schnell vorbei.