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Steigende Zuzahlungen haben „Kipppunkt“ überschritten

Zwei übereinander liegende Hände von denen eine deutlich einer älteren Person gehört
Pflegende Hände
Foto: Pixabay/sabinevanerp

BERLIN (kobinet) In Berlin und Brandenburg gibt es jeweils etwa 185.000 Pflegebedürftigen, also fünf und sieben Prozent der Bevölkerung- gleichermaßen. Die seit 1995 geltende Teil- Pflegeversicherung reicht dazu immer weniger. „Allein die Zuzahlungen in Berlin von über 2.600 Euro in stationären Einrichtungen mit weiter steigender Tendenz bei Durchschnittsrenten von 1.500 Euro weisen auf die finanzielle Dramatik des Pflegenotstandes“, so die Vorsitzende des SoVD-Landesverbandes Berlin-Brandenburg Engelen-Kefer.

„Es ist überfällig, endlich eine nachhaltige Reform der Pflegeversorgung in die Wege zu leiten“, verlangt die Vorsitzende dieses Sozialverbandes. Unabdingbar ist, nach den Worten von Engelen-Kefer, die volle Finanzierung der Pflegeleistungen über eine Bürgerversicherung mit allen Erwerbstätigen und Einkünften. Zudem ist die Verantwortung der kommunalen Ebene für die Pflege zu stärken. „Dazu sind den kommunalen Einrichtungen auch die finanziellen, personellen und organisatorischen Voraussetzungen für die Erbringung der erforderlichen Pflegeleistungen zu gewähren. Die volle Pflegesicherung mit lokalen Leistungen von Pflege und Gesundheit in den skandinavischen Ländern zeigen mit Erfolg für Pflegebedürftige, ihre Familienangehörigen und Pflegekräfte in die richtige Richtung“, so Engelen-Kefer.