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Über 460.000 behinderte Menschen erhalten Assistenzleistungen

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Berlin (kobinet) "Ende 2022 erhielten 461.957 volljährige Menschen mit Behinderungen Assistenzleistungen innerhalb und außerhalb besonderer Wohnformen sowie Leistungen in Pflegefamilien. Das sind 6.635 leistungsberechtigte Personen mehr als ein Jahr zuvor, was einer Steigerung von 1,5 Prozent entspricht", die ist ein zentrales Ergebnis des Kennzahlenvergleichs zur Eingliederungshilfe im Berichtsjahr 2022 im Bereich der sozialen Teilhabe, der vor kurzem von con_sens und der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Träger der Sozialhilfe und der Eingliederungshilfe veröffentlicht wurde. "192.525 Menschen mit Behinderungen lebten in einer besonderen Wohn[1]form (gegenüber 2021 ein Rückgang um 1,2 Prozent), 266.228 erhielten Assistenzleistungen außerhalb besonderer Wohnformen (gegenüber 2021 ein Plus von 3,4 Prozent), 3.204 voll[1]jährige Personen erhielten Leistungen in Pflegefamilien (29 Personen bzw. 0,9 Prozent mehr als im Vorjahr)", heißt es zu den konkreten Zahlen.

Ebenfalls interessant ist in diesem Bereich die sogenannte Ambulantisierungsquote. Sie ist dem Bericht zufolge in den letzten Jahren bundesweit stetig angestie[1]gen und erreicht in 2022 einen Wert von 58,3 Prozent. Sie misst ab 2021 den Anteil der Leistungsberechtigten mit Assistenzleistungen außerhalb besonderer Wohnformen (unabhängig von einem „Wohnbezug“ der Assistenzleistung) an der Gesamtzahl der Empfängerinnen und Empfänger von Assistenzleistungen (jeweils inkl. Leistungen in Pflegefamilien). Diese Quote wächst gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozentpunkte, heißt es in dem Bericht.

Und weiter heißt es dort: „2022 gaben die Eingliederungshilfeträger für die besonderen Wohnformen rund 8,6 Milliarden Euro aus, rund 260 Millionen Euro mehr, als im Vorjahr (plus 3,1 Prozent). Für Assistenzleis[1]tungen außerhalb besonderer Wohnformen wurden rund 3,3 Milliarden Euro ausgegeben, etwa 230 Millionen Euro mehr als im Vorjahr (plus 7,5 Prozent). Die Ausgaben für Erwachsene in Pflegefamilien sind um rund eine Million Euro auf ca. 51 Millionen Euro gestiegen (plus 2,2 Prozent).“

Link zum Kennzahlenvergleich aus dem Jahr 2024 für das Berichtsjahr 2022