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Menschen mit Autismus werden zu wenig gesehen

Bild mit bunten Mosaikfeldern im oberen Teil sowie der Aufschrift Autism
Autismus - Tag
Foto: Pixabay/satheeshsankaran

HÜRTH (kobinet) Mit dem Blick auf den Welt-Autismus-Tag weist die Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen darauf hin, dass das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Menschen mit Autismus zu wenig gesehen werden. Zugleich weist dieser Verband auf die Herausforderungen hin, denen diese Menschen und ihre Familien täglich gegenüberstehen.

Dabei macht dieser Landesverband der Lebenshilfe darauf aufmerksam, dass die angespannte Wohnsituation für Menschen mit Autismus ein akutes Problem ist. Viele von ihnen haben Schwierigkeiten, geeignete Wohnplätze zu finden, die ihren individuellen Bedürfnissen gerecht werden. Die Lebenshilfe fordert deshalb eine verstärkte Investition in barrierefreie Wohnmöglichkeiten, die auf die spezifischen Anforderungen von Menschen mit Autismus zugeschnitten sind.

Werkstätten für Menschen mit Behinderung sind wichtige Orte der Teilhabe. Dennoch müssen wir anerkennen, dass nicht alle Menschen mit Autismus in Werkstätten optimal aufgehoben sind. Die Werkstätten in NRW benötigen bessere Möglichkeiten auf die Bedürfnisse der Menschen mit Autismus einzugehen, dazu zählen beispielsweise mehr reizarme Arbeitsplätze. Einige Menschen mit Autismus jedoch benötigen alternative Beschäftigungsmöglichkeiten, die besser zu ihren Fähigkeiten und Interessen passen.

Auch Jugendliche und Kinder mit Autismus stehen im schulischen Umfeld vor besonderen Herausforderungen. Die Lebenshilfe NRW setzt sich für inklusive Bildung ein, die auf die unterschiedlichen Lernstile und Kommunikationsbedürfnisse von Schülerinnen und Schüler mit Autismus eingeht. Lehrkräfte sollten speziell geschult werden, um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden. Schulen – ob Regelschule oder Förderschule – müssen bessere Rahmenbedingungen bekommen, um auf die individuellen Bedürfnisse der Schüler:innen mit Autismus einzugehen und ihre Fähigkeiten zu fördern.

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Marion
02.04.2024 13:19

Es ist erschreckend, wie man zum Welt-Autismus-Tag reagiert, denn Autismus hat ein vielfältiges Bild.
Vielleicht sollte man sich damit erst einmal befassen um überhaupt Bedürfnisse erkennen zu können.
Ich kenne Autisten, die stehen im Leben, sind voll gesellschaftlich integriert, den merkt man den Autismus auf Anhieb nicht an. Einer von diesen wurde von einem Psychologen als „Narzisst“ bezeichnet, dabei war es eine Form von Autismus.
Was ist Autismus, wie macht sich dieser bemerkbar und dann kann man sich auch mit dem Welt-Autismus-Tag befassen. Nicht vorher.