Menu Close

Arbeitslosigkeit Schwerbehinderter anhaltend hoch

Logo der Bundesagentur für Arbeit
No body found to use for abstract...
Foto: BA

Nürnberg (kobinet) Im Vergleich zum Januar 2024 hat sich die Zahl der arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen in Deutschland im Februar um knapp 500 reduziert und bleibt damit anhaltend hoch. Im Februar 2024 waren 173.768 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet. Im Januar 2024 waren es noch 174.250. Trotz neuer Regelungen für die Ausgleichsabgabe für beschäftigungspflichtige Betriebe und einer Reihe weiterer neuer Regelungen im Rahmen des am 1. Januar 2024 in Kraft getretenen Gesetz zur Förderung eines inklusiven Arbeitsmarkts können noch keine nennenswerten Effekte für die bessere Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt festgestellt werden. Im Vergleich zum Februar 2023, als noch 166.507 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet waren, ist die Zahl sogar um über 7.000 massiv angestiegen.

Blickt man auf die Vor-Conona-Zeit wird die negative Entwicklung im Hinblick auf die arbeitslos gemeldeten schwerbehinderten Menschen noch viel deutlicher. Im Februar 2020 waren 159.074 schwerbehinderte Menschen arbeitslos gemeldet, also fast 15.000 weniger als im Februar 2024.

Hinzu kommen die über 300.000 behinderte Menschen, die in Werkstätten für behinderte Menschen mit durchschnittlich 226 Euro pro Monat weit unter Mindestlohn und oftmals ohne Vermittlungsperspektive auf den allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten. Jährlich werden nur ca. 0,35 Prozent der Beschäftigten in Werkstätten für behinderte Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt. Fast zehn Prozent der Werkstattbeschäftigten arbeiten auf sogenannten ausgelagerten Arbeitsplätzen bei Arbeitgeber*innen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, aber ohne eine entsprechende Bezahlung und Arbeitnehmer*innenrechte.