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Stiftung kreuznacher diakonie arbeitet sexelle Gewalt auf

Bundesarchiv Bild 102-09937, Kinderheim der Franziskanermönche in Schöneiche von Unknown

BAD KREUZNACH (kobinet) Das Thema sexualisierte Gewalt in der Geschichte der Stiftung kreuznacher diakonie soll nun durch Historiker Dr. Sascha Topp aufgearbeitet werden. Anlass dafür sind unter anderem Verdachtsfälle, in denen Kinder und Jugendliche in der Obhut der Stiftung mutmaßlich Opfer von sexuellen Übergriffen wurden.

Unabhängig von der Frage, ob juristische Konsequenzen aufgrund der Verjährungsfristen noch erwartet werden können, ist es der Stiftung kreuznacher diakonie wichtig, dieses Thema mit unabhängigen Experten aufzuarbeiten. Entsprechend dem Leitbild: „Wir tragen gemeinsam Verantwortung“, werden auch aktuelle Hinweise auf vergangene Fälle untersucht.

Die Heimerziehung der Jahre 1947 bis 1975 wurde bereits vor zehn Jahren im Auftrag der Stiftung kreuznacher diakonie von der Historikerin Dr. Ulrike Winkler aufgearbeitet und unter dem Titel „Es war eine enge Welt“ veröffentlicht. Darin wurde das Thema Gewalt in der Heimerziehung beleuchtet. Mit der Beauftragung von Dr. Topp geht die Stiftung den nächsten Schritt. Er wird sich auf den Untersuchungszeitraum der Zeit von 1950 bis in die 1970er Jahre konzentrieren.