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Noch kein Friedensplan

Zerstörungen im Gaza-Streifen
Kriegsruinen im Gaza-Streifen
Foto: UNICEF/Hassan Islyeh

Berlin (kobinet) Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine geht in das dritte Jahr. Krieg bis zur Erschöpfung? Das israelische Kriegskabinett hat indessen grünes Licht für eine Fortsetzung der Verhandlungen über eine Feuerpause im Gazastreifen gegeben.

„Zwei Jahre Angriffskrieg gegen die Ukraine, ohne dass es einen nennenswerten Versuch für einen Waffenstillstand oder gar eine Friedenslösung gegeben hat“, schreiben Michael Müller, Peter Brandt und Reiner Braun in ihrem Gastbeitrag für die Wochenendausgabe der Berliner Zeitung. „Nach zwei Jahren Krieg wächst die Zahl der Menschen, die sein Ende wollen, auch im Interesse der Ukraine“, betonen sie. Deshalb sollten Deutschland, Frankreich mund Spanien einen Friedensplan entwickeln ….

In Tel Aviv hat das Kriegskabinett grünes Licht für eine Fortsetzung der Verhandlungen über eine Feuerpause im Gazastreifen und eine Freilassung von Geiseln aus der Gewalt der Hamas gegeben. Wie israelische Medien berichten, soll eine Delegation dazu in den kommenden Tagen nach Katar reisen.

Zuvor hatte es Gespräche in der französischen Hauptstadt Paris mit den Chefs des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad und des Inlandsgeheimdienstes Schin Bet sowie Vertretern der USA, Ägyptens und Katars gegeben.

Vor einer Bodenoffensive auf Rafah hat die Berliner Hilfsorganisation Cadus gewarnt. Sie schickte im Auftrag der Weltgsundheitsorganisation (WHO) ein Team für medizinische Nothilfe nach Gaza. „Wir haben Menschen mit Verletzungen nach Schüssen oder Explosionen stabilisiert, damit sie in den wenigen noch funktionierenden Krankenhäusern behandelt werden können“, berichtete Cadus-Gründer Sebastian Jünnemann.

„Von funktionierenden Kliniken zu reden, ist ein Euphemismus. Da wird nicht mehr so gearbeitet, wie wir es kennen. Die Gänge und alle Stationen sind brechend voll“, so der Rettungssanitäter im Interview mit der Berliner Zeirtung. „Es gibt keine Möglichkeiten mehr, chronische Krankheiten wie Krebs zu behandeln oder Dialysepatienten zu helfen. Viele sterben, die nicht sterben müssten.“