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Die Sommerinterviews

Assistent und Mensch mit Behinderung trinken gemeinsam
Ein Assistent hilft einem Mensch mit Behinderung beim Trinken und trinkt gleichzeitig selbst.
Foto: Andreas Vega

München (kobinet) Wer kennt das nicht, Lieblingssendungen oder wichtige Ansprechpartner sind in der Sommerpause. So plagt einem vor dem Fernseher entweder die Langeweile, oder der richtige Mann zum Reparieren eines Rollstuhls ist in weite Ferne verreist. Kobinet hingegen wird in den nächsten Tagen täglich ein Interview zum Thema „Persönliche Assistenz“ veröffentlichen. Am 19. Juni diesen Jahres veröffentlichten wir einen Bericht über massive Probleme bei der Personalsuche im Arbeitgebermodell bzw. persönlichen Budget. Die Redaktion erreichte viel Resonanz, das Thema der Artikel also getroffen. Täglich erscheint also ein Interview mit einem Menschen mit Behinderung, der „Persönliche Assistenz“ selbst organisiert und so versucht sein Lebensmodell „Selbstbestimmt Leben“ umzusetzen. Unsere Leser*innen bekommen also einen kleinen Einblick in die Probleme, die sich auf diesem Wege ergeben.

Heute sprechen wir mit einer behinderten Arbeitgeber*in aus Wien in Österreich.

Kobinet: In welchem Umfang benötigen Sie persönliche Assistenz?

24 h /Tag, wobei nicht einmal ca. 2/3 davon finanziert werden, den Rest übernimmt mein Partner. Von den finanzierten Stunden kann ich ein weiteres Viertel nicht mit PA abdecken, da ich niemand passenden finde.

Kobinet: Wie lange leben Sie schon mit persönlicher Assistenz?

Seit 2003 lebe ich mit PA.

Kobinet: Wie funktioniert bei Ihnen die Suche nach geeigneten persönlichen Assistent*innen?

Normalerweise schreibe ich ein Inserat und suche selbst oder ich suche über einen Dienstleister.

Kobinet: Welche Medien nutzen sie zur Personalsuche?

Internet Portale für Stellenausschreibungen, Facebook und den Arbeitsmarkt Service.

Kobinet: Welche Erfahrungen haben Sie gemacht?

Es melden sich immer weniger Bewerber*innen, die gleichzeitig immer mehr Ansprüche an die Arbeitsbedingungen stellen. Z.B. wollen viele keine Nachtdienste machen oder nicht am Wochenende arbeiten usw.

Kobinet: Fürchten Sie Ihre Selbstbestimmung aufgrund der aktuellen Lage zu verlieren?

Meine Selbstbestimmung wird immer mehr eingeschränkt.

Kobinet: Wie schätzen Sie die aktuelle Lage bezüglich der persönlichen Assistenz ein?

Der Beruf der persönlichen Assistenz sollte besser entlohnt und bekannter gemacht werden. Die typische Pflege-Lobby eifert gegen Persönliche Assistenz. Da müssten wir dagegen halten und zum Beispiel die Arbeit in der PA attraktiver gestalten.

Kobinet: Vielen Dank.

München (kobinet) Kategorien Interview

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/schnpx8


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