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Aktion Mensch: Behinderte Menschen besonders armutsgefährdet

Christina Marx
Christina Marx
Foto: Aktion Mensch

Bonn (kobinet) Immer mehr Menschen in Deutschland sind von Armut bedroht. So erreichte die Armutsquote 2021 laut paritätischem Armutsbericht einen neuen Höchststand. Menschen mit Behinderung sind dabei besonders gefährdet, in die Armut abzurutschen, wie die Aktion Mensch mitteilt. "Und die aktuellen Entwicklungen werden die Situation noch verschärfen“, ist sich Christina Marx, Sprecherin der Aktion Mensch, sicher. Denn aufgrund der aktuellen Inflation, der anhaltenden Corona-Pandemie und steigenden Energiekosten werde sich die wirtschaftliche Lage vieler Menschen in Deutschland ihrer Meinung nach weiter verschlechtern.

Die Bundesregierung habe bereits zwei Entlastungspakete verabschiedet, um die Bürger*innen zu unterstützen. Doch es sei fraglich, ob diese ausreichen, heißt es vonseiten der Aktion Mensch. "Zudem müssen finanzielle Hilfen zielgerichteter auf Risikogruppen und Benachteiligte ausgerichtet sein – dazu gehören Menschen mit Behinderung ebenso wie armutsgefährdete Familien mit Kindern. Die Schere zwischen Arm und Reich darf nicht weiter auseinandergehen, wenn wir eine gesellschaftliche Spaltung verhindern wollen“, warnt Marx.

Seit 2012 komme es zu einem anhaltenden Anstieg der Einkommensarmut unter Menschen mit Behinderung. In dem von der Aktion Mensch Stiftung geförderten Paritätischen Teilhabebericht 2021 zeige sich, dass im Jahr 2018 19,6 Prozent der erwachsenen Menschen mit Behinderung unterhalb der Armutsschwelle lebten, aber lediglich 13,2 Prozent der Menschen ohne Behinderung. Die Armutsquoten von Menschen mit und ohne Behinderung lagen mit 6,4 Prozentpunkten damit so weit auseinander, wie noch nie seit Beginn der Beobachtung im Jahr 2000.

"Die Gründe dafür sind vielfältig. Menschen mit Behinderung sind deutlich häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen und verdienen in der Regel auch weniger. Das gilt vor allem für Frauen mit Schwerbehinderung. Sie haben das niedrigste Einkommen und sind am seltensten in Vollzeitarbeit tätig“, erklärte Christina Marx von der Aktion Mensch.

Bonn (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/safhm39


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