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Selbstbestimmt leben in der eigenen Wohnung

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Foto: LWL Landesverband Westfalen Lippe

WESTFALEN-LIPPE (kobinet) Im Mai 2022 endete das zunächst auf fünf Jahre befristete Programm des Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)"Selbstständiges Wohnen" (SeWo). Zeit also für eine Bilanz. Geplant waren insgesamt 180 neue Wohnungen.Bis März 2022 sind 43 neue Wohnungen entstanden.

Mit dem Programm soll Menschen mit Behinderung dank intelligenter Technik und einer guten Einbindung in die Nachbarschaft ein Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen werden.

Gefördert hat der LWL das Programm mit rund zehn Millionen Euro. Weitere etwa 26 Millionen Euro stammen aus Wohnbaufördermitteln des Landes NRW sowie durch Darlehen.

Für diese Wohnungen brauche es nach den Worten von LWL-Direktor Löb zum einen eine behindertengerechte Ausstattung sowie technische Unterstützung innerhalb der Wohnungen. Das können Türen sein, die sich nach kurzer Zeit wieder selbst verschließen oder visuelle Klingeln, die gehörlose Mieter:innen mit einem Lichtsignal auf Besuch aufmerksam machen, aber auch kompliziertere Installationen wie etwa Umfeldsteuerungssysteme, die über ein Tablet oder Smartphone bedient werden können. Löb fügt dem hinzu: "Von Beginn an war wichtig, dass die Wohnungen bezahlbar sind und in zentralen Lagen mit guter Infrastruktur entstehen, da viele Menschen mit Behinderungen auf den ÖPNV sowie Unterstützungsdienstleistungen angewiesen sind."

Ob das technikunterstützte Wohnen auch langfristig erfolgreich sein wird, werde sich laut Löb erst in den nächsten Jahren zeigen: "Wie das Leben in den eigenen vier Wänden jeweils gelingt, hängt von den Mieter:innen selbst ab, aber auch vom direkten Wohnumfeld."

Einen Schwerpunkt der nächsten Jahre sieht Löb in der langfristigen Verankerung dieser Art des Wohnens: "Wir werden laufend evaluieren, wie etwa die Technikunterstützung von den Mieter:innen genutzt und bewertet wird und welche neuen technischen Entwicklungen sinnvoll in deren Lebensalltag integriert werden können." Die Erkenntnisse sollen dabei auch einem größeren Interessentenkreis zur Verfügung gestellt werden.

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