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Patrizia Kubanek erhielt Matthias-Vernaldi-Preis für selbstbestimmtes Leben 2022

Patrizia Kubanek bei der Preisverleihung
Patrizia Kubanek bei der Preisverleihung
Foto: Kaspar Hauser Stiftung

Berlin (kobinet) Die Kaspar Hauser Stiftung in Berlin Pankow verlieh am 22. Juni zum zweiten Mal den "Matthias-Vernaldi-Preis für selbstbestimmtes Leben“. Bei der Jury waren zuvor hochkarätige Vorschläge eingegangen, am Ende wurde die Dozentin, Kämpferin, Aktivistin, Patrizia Kubanek ausgewählt. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird jährlich ausgeschrieben. Menschen mit Assistenzbedarf, die in der Kaspar Hauser Stiftung tätig sind, schufen außerdem ein kleines Kunstwerk, welches im Rahmen des Sommerfestes feierlich an Patrizia Kubanek überreicht wurde, wie es in der Presseinformation zur Preisverleihung heißt.

"Die Preisträgerin reiste extra aus Düsseldorf an und wurde mit großer Aufregung und Freude empfangen. Sie bedankte sich in ihrer Rede dafür, dass sie 'hinter ihrem Rücken' nominiert und erwählt worden war und ihr Humor sowie ihre unkomplizierte und selbstbewusste Art sprangen schnell auf alle Gäste über. Auch wenn sie Matthias Vernaldi nur zweimal persönlich hatte treffen können, so hat sie ihn, wie sie sagte, wahnsinnig verehrt und war sehr gerührt, dass sie diesen Preis, der seinen Namen trägt, in Empfang nehmen durfte. Auch die Tatsache, dass Birgit Stenger, die Preisträgerin des letzten Jahres eine Laudatio für sie vorbereitet hatte, war eine besondere Überraschung. Es sei eine Ehre für sie, die Nachfolge von Birgit Stenger anzutreten, die sie als eine ihrer Mentorinnen sieht und sehr schätzt", heißt es im Bericht zur Preisverleihung von Julia Meumann.

"Patrizia Kubanek möchte Köpfe und Herzen öffnen. Sie brennt für ihre Arbeit als Sexualberaterin und möchte mit jeder Faser ihres Körpers die sexuelle Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung voranbringen. Sie hofft, dass die Preisverleihung Wellen schlägt, damit der Widerspruch zwischen Sexualität und Behinderung in unserer Gesellschaft nicht mehr so groß ist und Menschen mit Behinderung selbst entscheiden können, wo und wie sie ihre Sexualität leben möchten. Frau Kubanek ermutigt Menschen und schafft Unterstützerstrukturen, um Wünsche zu ermöglichen und umzusetzen. Im Anschluss an die Preisverleihung gab es einen lebendigen Austausch und erste Beratungsgespräche mit Menschen mit und ohne Assistenzbedarf. Gemeinsame Fortbildungsangebote sind bereits in der Kaspar Hauser Stiftung geplant", heißt es weiter im Bericht.

Link zur Facebook-Seite von Patrizia Kubanek

Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

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