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Freibeträge müssen bei Grundrente für alle gelten

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Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet) Ab Juli erhalten die ersten Rentner*innen endlich ihren ersten Grundrentenzuschlag. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) begrüßt die Grundrente ausdrücklich als notwendiges Instrument zur Aufwertung niedriger Renten und zur Anerkennung von Lebensleistung. "Das ist ein wichtiges Signal an alle, die ihr Leben lang gearbeitet, Angehörige gepflegt oder Kinder erzogen und dabei wenig verdient haben“, sagt SoVD-Präsident Adolf Bauer. Dennoch weist der SoVD darauf hin, dass es ein paar Schönheitsfehler gibt, die die neue Bundesregierung korrigieren muss.

Der SoVD kritisiert in erster Linie die bürokratische und widersinnige Einkommensprüfung. "Die Einkommensprüfung widerspricht dem Gedanken der Anerkennung von Lebensleistung und macht die Grundrente unglaublich komplex und unverständlich. Außerdem führen Zeiten von Arbeitslosigkeit und Zurechnungszeiten bei Erwerbsminderung nicht zu einem Grundrentenanspruch. Das muss aus unserer Sicht ebenfalls dringend geändert werden“, erklärt Adolf Bauer.

Positiv sei, dass mit der Einführung von Freibeträgen in der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung eine jahrelange Forderung des SoVD aufgegriffen wurde. Dennoch sieht der SoVD-Präsident auch hier Nachbesserungsbedarf: "Die Freibeträge gelten jedoch nur, wenn mindestens 33 Grundrentenjahre vorliegen. Wir fordern, dass die Freibeträge für alle gelten müssen, unabhängig vom Grundrentenanspruch.“

Wer mehr über die Grundrente und die Anspruchsvoraussetzungen erfahren möchte, erhält umfangreiche Informationen auf der Internetseite des SoVD unter: www.sovd.de/sozialberatung/grundrente

Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

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