Werbung:
Banner Fotos für die Pressefreiheit 2020
Banner kobinet unterstützen
Cartoon Phil Hubbe Ausschnitt Rolli liest kobinet
Springe zum Inhalt

VdK kritisiert Verwässerung der Regeln zum barrierefreien Bauen

Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Foto: VdK Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF (kobinet) In Nordrhein-Westfalen sollen bis zum Jahr 2040 rund 700.000 altersgerechte Wohnungen entstehen. Wie die Landesregierung diese Lücke auch nur annähernd schließen will, das ist und bleibt dem Sozialverband VdK in Nordrhein-Westfalen aufgrund der geplanten Novellierung der Landesbauordnung ein Rätsel.

„Schon jetzt fehlen mindestens 600.000 barrierefreie oder -arme Wohnungen, sodass derzeit nicht einmal jeder fünfte Mensch mit Behinderung in einer solchen leben kann“, macht der Vorsitzende Horst Vöge anlässlich der heutigen Lesung des Gesetzentwurfs im Plenum deutlich. Darin halten die regierungstragenden Fraktionen trotz massiver Kritik von Behindertenverbänden, der Landesbehindertenbeauftragten sowie der Architektenkammer NRW an ihrem Vorhaben fest, dass Neubauwohnungen künftig nur noch im „erforderlichen Umfang barrierefrei“ errichtet und dabei lediglich „wesentliche Barrieren vermieden“ werden sollen.

Die von den Interessenvertreteren aufgezeigten Widersprüche zwischen Gesetzestext und Begründung des Gesetzentwurfes sowie die konkreten Änderungsvorschläge zu deren Auflösung werden bisher von den Parteien der Landesregierung wider besseren Wissens ignoriert.

„Durch die vagen Formulierungen, die bundesweit einmalig sind, schafft die NRW-Regierung ohne nachvollziehbaren Grund eine neue Rechtsunsicherheit, die sowohl zu Lasten der Menschen mit Behinderung wie auch der Interessen der Bauplaner geht“, mahnt Horst Vöge.

DÜSSELDORF (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sf13456