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Paritätischer Wohlfahrtsverband kritisiert Ausgrenzung armer Kinder

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Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Die aktuell vorgestellten Zahlen des Statistischen Bundesamtes bewertet der Paritätische Wohlfahrtsverband als einen beschämenden Ausdruck tiefer sozialer Ungleichheit. Der Verband bezieht sich dabei auf die Tatsache, dass reiche Familien dreimal mehr für den Lebensunterhalt und die Teilhabe ihrer Kinder ausgeben als arme Familien. So werden Kinder aus einkommensarmen Familien seit Jahren immer weiter abgehängt und von gleichwürdiger sozialer und kultureller Teilhabe ausgeschlossen sind.

Nach Einschätzug des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes hat Corona die bestehende Kluft, unter anderem angesichts fehlender technischer Ausstattung zur digitalen Teilhabe, noch einmal schmerzhaft deutlich gemacht und verschärft.

Neben einer bedarfsgerechten, einkommensabhängigen Kindergrundsicherung fordert der Wohlfahrtsverband in dieser Situation eine flächendeckende Lernmittelfreiheit, die auch notwendige IT-Ausstattung beinhaltet, sowie einen Rechtsanspruch auf Angebote der Jugendarbeit.

"Es kann nicht angehen, dass Kinderarmut als gegeben hingenommen wird. Das, was für die Mehrheit Gleichaltriger selbstverständlich ist, bleibt armen Kindern aufgrund der Einkommenssituation ihrer Eltern versagt. Was es braucht, ist endlich eine beherzte Armutsbeseitigungspolitik”, fordert Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. Arme Familien seien gezwungen, notgedrungen an allem zu sparen, was über das physisch Überlebensnotwendige hinausgeht. “Das Gefühl nicht dazu zu gehören, ausgegrenzt zu sein und abseits stehen zu müssen, ist das Lebensgefühl armer Kinder in Deutschland“, so Schneider.

BERLIN (kobinet) Kategorien Nachricht

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