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Mehr gegen Kinderarmut tun

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Foto: Irina Tischer

BERLIN (kobinet) Nach der Vorlage des Sechsten Armuts- und Reichtumsberichtes der Bundesregierung werden in vielen Verbänden die Forderungen wieder lauter, endlich mehr gegen die Armut, und vor allem gegen die Kinderarmut, zu tun. Die Verbände sehen im Kampf gegen die Armut eine wichtige Aufgabe, welcher sich die kommende Bundesregierung vorrangig stellen muss.

So zeigt sich nach Ansicht des Deutschen Kinderhilfswerkes an vielen Stellen dieses Berichtes die Tatenlosigkeit bei der Bekämpfung der Kinderarmut in Deutschland. Das deutsche Kinderhilfswerk sieht in diesem Armuts- und Reichtumsbericht ein Hausaufgabenheft für nächste Bundesregierung. Nach Berechnungen des Kinderhilfswerkes liegt der Anteil der unter 18-jährigen in Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften derzeit bei rund 33 Prozent, obwohl ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung in Deutschland nur bei rund 16 Prozent liegt. Damit sind Kinder und Jugendliche mit ihren Familien in besonderem Maße von Armut betroffen. Zugleich ist die Armutsgefährdungsquote von Kindern aus Elternhäusern mit niedrigem Bildungsabschluss in Deutschland wesentlich höher ist als im EU-Durchschnitt. Zugleich ist dieses Verhältnis bei Eltern mit mittlerem oder hohem Bildungsabschluss umgekehrt. Das Deutsche Kinderhilfswerk tritt deshalb für die Einführung einer bedarfsgerechten Kindergrundsicherung nach dem Modell des Bündnisses KINDERGRUNDSICHERUNG ein.

Auch nach Meinung des Sozialverbandes Deutschland steht die neue Bundesregierung vor diversen Herausforderungen. Dabei ist aus Sicht des SoVD-Präsidenten Adolf Bauer die Herausforderung, Armut, insbesondere Kinderarmut, effizient zu bekämpfen, eines der wichtigsten Felder der Tätigkeit der kommenden Bundesregierung. „Als SoVD setzen wir uns für die Einführung einer Kindergrundsicherung ein. Alle Kinder sollten dem Staat gleich viel wert sein. Denn es geht um gleiche Chancen zur Teilhabe und gleiche Chancen zur Potenzialentfaltung.“, erklärt Adolf Bauer dazu.
Aus Sicht des SoVD führt der steuerliche Kinderfreibetrag zu Ungleichbehandlung, da Familien mit hohem Einkommen überproportional begünstigt werden.

BERLIN (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/saegin6