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Anspruch auf Pflegegeld bei fehlender Information rückwirkend

Blaues Paragraphenzeichen auf grauem Grund
Paragraphenzeichen
Foto: H. Smikac

KASSEL (kobinet) Im Rahmen des Entlassmanagements müssen Krankhäuser auch zur Leistungspflicht der Pflegekassen beraten. Tun sie das nicht, dann könnten Versicherte ihre Ansprüche sogar rückwirkend geltend machen. Das hat jetzt das Bundessozialgericht entschieden.

Das Entlassmanagement wurde schon Mitte der 1990er Jahre eingeführt, hat sich danach aber erst langsam entwickelt. Es bildete den Gegenpol zu der aus Kostengründen angestrebten kürzeren Verweildauer im Krankenhaus. Patienten sollten dann aber von Beginn an auch ambulant gut versorgt sein. Inzwischen sind auch Leistungen der Pflegeversicherung in das Entlassungsmanagement einbezogen.

Im Streitfall ging es dabei allein um das Verhältnis zwischen Versichertem und Kasse. Danach muss sich die Pflegekasse Fehler des Krankenhauses wie eigene Beratungsfehler zurechnen lassen und hier Pflegegeld auch rückwirkend zahlen. Inwieweit hier ein Durchgriffsrecht der Kassen gegenüber den Kliniken bestehen kann, etwa über das für das Entlassungsmanagement gezahlte Pauschalhonorar, blieb daher offen.

Weitere Einzelheiten zu diesem Urteil können in einem Artikel der "ÄrzteZeitung" nachgelesen werden.

KASSEL (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/sgmrsv2