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Sieben Hörfilme ausgezeichnet

Deutscher Hörfilmpreis
Deutscher Hörfilmpreis
Foto: DBSV

Berlin (kobinet) Bereits zum 19. Mal wurde am Abend des 16. Juni der Deutsche Hörfilmpreis verliehen und erstmals gab es gleich sieben Auszeichnungen. In Anlehnung an den Begriff Audiodeskription (AD) wird die Trophäe auch "ADele" genannt, wie der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) mitteilte.

Aufgrund der Corona-Pandemie waren bei der hybriden Gala im Livestream viele der Preisträger*innen per Studio- und Videoschaltungen dabei. Moderator Steven Gätjen führte durch den Abend. Ernie aus der Sesamstraße, der zweifache Preisträger von 2019, assistierte ihm aus dem NDR-Studio in Hamburg. Für musikalische Glanzpunkte sorgte Mine mit ihrer Band, die mit "Hinüber“ und "Elefant“ zwei Weltpremieren präsentierte.

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth sendete ein Grußwort. Weitere Gäste im Studio 14 und virtuell zugeschaltet waren: Feo Aladag, Frank Beckmann, Verena Bentele, Dr. Alice Brauner, Maximilian Brückner, Klara Deutschmann, Meike Droste, Patrick Güldenberg, Tobias Krell aka Checker Tobi, Klaus Steinbacher u.a.

Das Video der Preisverleihung ist auf www.deutscher-hoerfilmpreis.de abrufbar.

Die Preisträgerinnen und Preisträger

In der Kategorie Kino ging die Auszeichnung an das Drama "Porträt einer jungen Frau in Flammen“. Feo Aladag hielt die Laudatio für die ausdrucksstarke Audiodeskription des feinfühligen Historienfilms. Martina Wiemers, Deutsche Hörfilm, und Evelyn Sallam nahmen die ADele im Studio 14 – rbb Dachlounge in Empfang. Per Videoschalte dankte Tobias Lehmann vom Filmverleih Alamode Film zusammen mit Susanne Linzer, Gabi Brennecke und Marina Behnke vom Audiodeskriptionsteam.

Die packende Krimi-Serie des ZDF "Arctic Circle – Der unsichtbare Tod“ spielt in den eisigen Weiten Lapplands und erhielt den Hörfilmpreis in der Kategorie TV/Mediatheken/Streamingdienste. Meike Droste übernahm die Laudatio und übergab den Preis an das Audiodeskriptionsteam Hannah Schwarz, No Limits Media, und Holger Stiesy für das ZDF. Per Video waren Nicola Foltys und Wolfgang Feindt vom ZDF und der Schauspieler Maximilian Brückner live zugeschaltet.

In der Kategorie Dokumentation ging die ADele an die NDR-Produktion "Erlebnis Erde – Auf Wiedersehen Eisbär“ von Filmemacher Asgeir Helgestad. Entgegengenommen wurde der Preis vom Programmdirektor des NDR, Frank Beckmann, der per Schalte aus einem NDR-Studio die Preisverleihung verfolgte und von Ernie begrüßt wurde. Per Live-Video waren vom AD-Team des NDR Martin Ovelgönne, Doris Würfel, Stefanie Schruhl, Sandra Kob und Thomas Schimmack vertreten. Die Laudatio wurde von Patrick Güldenberg verlesen.

Eine Besonderheit gab es in der Kategorie Kinder- und Jugendfilm – hier wurden gleich zwei Preise vergeben. Die NDR-Produktion "Romys Salon“ über das besondere Verhältnis einer Enkelin zu ihrer an Demenz erkrankten Großmutter, konnte sich als bester Kinderfilm durchsetzen. Den Preis nahm beim NDR Niels Rasmussen entgegen, der per Video von Stephanie Schruhl, Martin Ovelgönne, Rudolf Beckmann, Beate Rysopp und Claudius Behrens vom AD-Team des NDR unterstützt wurde. Die Laudatio hielt Klara Deutschmann. Für den zweiten Gewinner, den animierten Jugendfilm "Die Odyssee“, hielt Tobias Krell aka Checker Tobi die Laudatio. Den Preis nahmen Ralf Kukula von Balance Film und Maria Rudschewski von digital images GmbH entgegen, die zusammen mit Ulrike Kukula und Torsten Bönnhoff das AD-Team vertrat.

Bereits im Vorfeld war der Preis der neu geschaffenen Kategorie Filmerbe verkündet worden, am Mittwoch wurde er verliehen: Dr. Alice Brauner, CCC Filmkunst, war per Videoschalte vertreten und freute sich, zusammen mit dem AD-Team der Deutschen Hörfilm vor Ort, Martina Wiemers, Evelyn Sallam sowie Holger Stiesy, über die ADele für den Filmklassiker "Der Garten der Finzi Contini“. Diese wurde vom Juryvorsitzenden Hans-Joachim Krahl überreicht.

Zum Abschluss der Preisverleihung gab Verena Bentele die Gewinner des begehrten Publikumspreises bekannt: Die BR-Produktion "Oktoberfest 1900 – Doppelfolge 1“ wurde vertreten durch das AD-Team rund um Bernd Benecke. Mit Maximilian Brückner und Klaus Steinbacher freuten sich auch zwei Vertreter des Filmteams per Videoschalte über die Publikums-ADele.

Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) versehen, die in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt. Diese Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen.

Der Deutsche Hörfilmpreis 2021 wird von der Aktion Mensch unterstützt. Hauptsponsoren sind Pfizer Deutschland und Novartis Pharma GmbH.

Die Übersicht aller Preisträger und Preisträgerinnen, Pressebilder und weitere Informationen gibt's unter www.deutscher-hoerfilmpreis.de

Infos über den Deutschen Hörfilmpreis gibt's auch auf facebook! www.facebook.com/Deutscher.Hoerfilmpreis

Berlin (kobinet) Kategorien Nachricht

Kurzlink des Artikels: https://kbnt.org/safhqu4