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SoVD fordert Aufwertung unbezahlter Pflegearbeit

Logo SoVD mit helfender Hand unter dem o
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Foto: SoVD

DÜSSELDORF (kobinet) Anlässlich des bundesweiten Aktionstag Equal Care Day für mehr Wertschätzung in der Sorgearbeit unterstreicht der Landesverband Sozialverband Deutschland in Nordrhein-Westfalen seine Forderung nach Aufwertung von unbezahlter Care-Arbeit.

Der Vorsitzende des SoVD-Landesverbandes NRW, Franz Schrewe, hebt in diesem Zusammenhang hervor: „Der Aktionstag für faire Sorgearbeit soll das Bewusstsein dafür schärfen, dass Care-Arbeit und Pflege in unserer Gesellschaft allzu oft schlecht bis gar nicht honoriert werden. Nach wie vor sind es dabei Frauen, die den Hauptanteil bezahlter und unbezahlter Care-Arbeit leisten. Sie sind es, die sich um Kinderbetreuung, Haushalt und Angehörigenpflege kümmern – egal ob in der eigenen Familie, im Ehrenamt oder im professionellen Bereich. Und die für die Kinderbetreuung oder die Angehörigenpflege ihre Arbeitszeit reduzieren, aus dem Beruf aussteigen und ihre berufliche Karriere hinten anstellen. ,Lohnʼ dieses Einsatzes ist viel zu oft ein Alterseinkommen unterhalb der Armutsschwelle.“

Bei dieser Einschätzung stützt sich dieser Verband auf ein Gutachten, das der SoVD im Oktober 2019 in Auftrag gegeben hatte. Es belegt dies mit Zahlen und zeigt: Wenn es zu einem Pflegefall in der Familie kommt, dann sind es in 70 Prozent der Fälle Frauen, die unentgeltlich Sorgearbeit leisten, im Schnitt 21 Stunden pro Woche.

Dieses Gutachten ist HIER nachzulesen.

DÜSSELDORF (kobinet) Kategorien Nachricht

Ein Gedanke zu „SoVD fordert Aufwertung unbezahlter Pflegearbeit

  1. Michael Günter

    Hmm,
    fordern ohne Idee ist natürlich doof, sorry.

    Angesichts unserer demographischen Situation ist es tödlich an diesem Punkt nicht gegen zu steuern, es muss nicht ambulant vor stationär heißen, sondern häuslich vor ambulant vor stationär!
    Und dazu braucht es Konzepte und nicht den Ruf nach Verbesserung!
    Dabei sind mehrere Möglichkeiten und auch noch Kombinationen innerhalb der Möglichkeiten denkbar:
    - Anerkennung der Pflegezeiten auf die Rente, wie etwa bei den Kindererziehungzeiten
    - Wer für die Pflege von Angehörigen Leistungen aus der Pflegegversicherung "bezieht", bekommt zu dem Pflegegeld auch noch 10-20% oder mehr des Pflegebetrags in die Renterversicherung einbezahlt
    - Wer Vollzeit arbeitet und darüberhinaus pflegt, könnte sich auch wählen: will ich einen Zuschlag bei der Rente generieren (s.o.) oder möchte ich mir diese Zeiten anrechnen lassen (im Sinne eines Lebensarbeitszeitkontos), um ggf. früher, aber dennoch abschlagsfrei in Rente gehen zu können...
    - Übertragung von Pauschalen bei der Besteuerung: Wer einen Angehörigen pflegt, pflegt in der Regel eine Person mit Behinderung. Im schlechsten Fall erhält dieser Angehörige nur Mindestrente, kann also evtl. steuerliche Vorteile wie die behinderungsbezogenen Pauschalbeträge gar nicht nutzen, weil er keine Steuern zahlt! Sinnvoll wäre es diese Pauschalen übertragbar zu gestalten...

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