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LSK startet Projekt „Zukunft Barrierefreiheit 4.0“

Personen mit virtuellen Kommunikationsgeräten
In virtuelle Räumen barrierefrei kommunizieren
Foto: Timo Wetz

STUTTGART / TÜBINGEN (kobinet) Welchen Vorteil können Menschen mit Beeinträchtigung aus der zunehmenden Digitalisierung der Gesellschaft ziehen und wie gestalten wir diesen Raum in Zukunft sozial und barrierefrei. Fakt ist, Barrierefreiheit sieht im 21. Jahrhundert anders aus als noch vor 25 Jahren. Ein wichtiges Zukunftsthema, dem sich der Landesverband Selbsthilfe Körperbehinderter Menschen Baden-Württemberg (LSK BW) auf seiner Auftaktveranstaltung „Zukunft Barrierefrei 4.0“ verschrieben hat und ein klares Bekenntnis zur Barrierefreiheit. Dabei geht es um die technischen Möglichkeiten, zum Beispiel im Bereich Mobilität oder auch um Kommunikationsmöglichkeiten im virtuellen Raum – Beispiele, die greifbar machen, was in den nächsten Jahren auf uns zukommen wird.

„Das Landeskompetenz-Zentrum Barrierefreiheit Baden -Württemberg kommt“, berichtet Christine Engelhardt vom Ministerium für Soziales und Integration in ihrem Grußwort und soll in Zukunft einen wichtigen Beitrag in diesem Bereich leisten. „Barrierefreiheit umfasst heute viel mehr als eine Rampe oder einen abgesenkten Bordstein. „Wo Barrieren behindern bleibt eine Teilhabe verwehrt“, so die Ministerialdirektorin.

Viele Menschen erschrecken bei dem Begriff Digitalisierung, stellt Gerd Weimer, Schirmherr LSK BW und ehemaliger Landesbehindertenbeauftragter klar. Viele fürchten sich vor weiteren Diskriminierungen im digitalen Raum. Bei intensiver Beschäftigung mit diesem Zukunftsthema liegen die Vorteile auf der Hand: vor allem auch für Menschen mit Handicap. Wenn später einmal Autos autonom fahren oder Menschen sich in virtuellen Räumen treffen können, dann birgt das große Vorteile, vor allem für Menschen, die heute nicht so einfach am sozialen Leben teilhaben können. „Städte und Gemeinden haben in Sachen Barrierefreiheit den Schlüssel in der Hand“, unterstreicht er und fügt an, dass der LSK mit seiner langjährigen Erfahrung bei der Umsetzung der Barrierefreiheit beratend unterstützen wird.

In einer Gemeinde leben heute statistisch gesehen zehn bis 15 Prozent mit einer Einschränkung und der demografische Wandel berge große Herausforderungen. Diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe wird der LSK mitgestalten.

Ein wichtiger Baustein zur Erreichung dieses Ziels sollen ausgebildete „Botschafter Barrierefreiheit“ sein, die Ansprechpartner für Behörden, Planer sowie Kommunen, unter anderem sein werden.

Auch die Behindertenmobilität könnte ein großer Nutznießer dieser Entwicklung sein. Systeme wie das Fahr- und Lenksystem Space Drive – als Schlüsseltechnologie für das autonome Fahren in Level 4 und 5 – birgt große Potentiale, den Markt für weitere Nutzergruppen zu öffnen.