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Reisegruppe Niemand: Wie ging’s weiter nach der Ankunft in Berlin

Reisegruppe Niemand nach Ankunft in Berlin am Zug am 15.11.19
Reisegruppe Niemand nach Ankunft mit Zug in Berlin Hbf
Foto: kobinet/omp

Berlin (kobinet) Wie ging es weiter, nachdem die Reisegruppe Niemand am Morgen des 15. November, dem 25. Jahrestag nach Inkrafttreten des Benachteiligungsverbots für behinderte Menschen im Grundgestz, am Berliner Hauptbahnhof angekommen ist? Das fragen sich einige Leser*innen der kobinet-nachrichten und des Live-Blogs zu der 76stündigen Bahntour mit Regionalzügen durch alle 16 Landeshauptstädte vom 12. bis 15. November. Eine Video-Interview des Jugendclubs des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) am Freitagnachmittag am Berliner Hauptbahnhof gibt Aufschluss darüber, wie es weiterging und wie die Organisatoren Rolf Allerdissen und Markus Ertl die Fahrt erlebt haben und einschätzen. "Mehr Inklusions - Mehr Inklusion" skandierten sie auf jeden Fall vor dem Sitz des Bundespräsidenten, nachdem sie dort erst nicht vorgelassen wurden.

Nach der Ankunft am Berliner Hauptbahnhof herrschte erst einmal kräftiger Medienrummel mit Interviews und Fotos. Dem folgte die Urkundenüberreichung am Bahnsteig durch das Rekord Instutut für Deutschland (RID), denn diese Tour markiert einen Weltrekord, den die Reisegruppe bestehend aus Rolf Allerdissen, Markus Ertl, Aytekin Demirbar, Carola Szymanowicz und Thomas Szymanowicz in 76 Stunden, 8 Minuten und 45 Sekunden Reisezeit von Berlin nach Berlin geschafft hat.

Anschließend zog die Reisegruppe Niemand mit einigen Unterstützer*innen zum Sitz des Bundespräsidenten. Spätestens dort waren sie wieder in der Realität angekommen. Auf ihre Anfrage beim Bundespräsidialamt, dem Bundespräsidenten die auf der Tour gesammelten Erfahrungsberichte, Briefe und Bilder von behinderten Menschen und ihren Angehörigen zu übergebe, wurde ihnen zwar mitgeteilt, dass der Bundespräsident an diesem Tag keine Zeit hat, aber über die abweisende Behandlung dort war die Gruppe dann doch äusserst negativ überrascht. Wie ab Minute 7:40 im Vidoe geschildert. wurde die kleine Delegation wegen eines Staatsbesuches nicht ans Bundespräsidialamt vorgelassen, wo sie die Botschaften an der Pforte abgeben wollten. Sie mussten eine halbe Stunde im Kalten warten, bis sie letztendlich die Botschaften übergeben konnten. Trotzdem hat ein Kern der Gruppe beharrlich durchgehalten und skandiert "Mehr Inklusion - Mehr Inklusion" als der Bundespräsident mit seinem Staatsgast vor die Tür trat.

Link zum gesamten YouTube-Interview des Jugendclubs des DBSV

YouTube Interview nach der Bahntour des DBSV Jugendclub mit Rolf Allerdissen und Markus Ertl

Live-Video von Rolf Allerdissen vom 15. November vor dem Bundespräsidialamt als die Reisegruppe warten musste

Rolf Allerdissen gegenüber vom Bundespräsidialamt

Link zu Infos zur Reisegruppe Niemand und deren Bahntour

Link zum Live-Blog der kobinet-nachrichten über die Bahntour der Reisegruppe Niemand

Ein Gedanke zu „Reisegruppe Niemand: Wie ging’s weiter nach der Ankunft in Berlin

  1. Arnd Hellinger

    Nun ja, das Warten vor Bellevue wäre wohl vermeidbar gewesen, hättet Ihr schon bei Planung Eurer Tour mit dem Präsidialamt einen Termin zur Übergabe Eurer Briefe abgestimmt. Dass da nicht Jede*r einfach kommen kann, wann und wie er/sie möchte und dass dabei organisierte Staatsbesuche gewissen Vorrang genießen, hätte Euch ja eigentlich schon klar sein müssen, oder...? 🙂

Kommentare sind geschlossen.