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Über eine Million bei Fridays for Future Demos in Deutschland

Fridays for Future Demo am 20.9.19 unterm Himmelsstürmer in Kassel
Demo unterm Himmelsstürmer
Foto: kobinet/omp

Kassel (kobinet) Wer noch Zweifel an der Schlagkraft der Fridays for Future Bewegung für Maßnahmen gegen den Klimawandel hatte, wurde spätestens heute eines Besseren belehrt. Millionen von Menschen, dabei vor allem Kinder und Jugendliche, gingen weltweit heute auf die Straßen - allein in Deutschland waren es über eine Million - um die Gesellschaft zum Handeln zu bringen. kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul traf dabei in Kassel beispielsweise auch auf viele behinderte Menschen.

Der Treffpunkt vor dem Kasseler Hauptbahnhof für die heutige Fridays for Future Demonstration zum weltweiten Klimastreik hatte etwas symbolisches. Die über 6.000 Demonstrant*innen versammelten sich dort nämlich unter dem Kunstwerk "Man walking to the sky", das in Kassel auch Himmelsstürmer genannt wird. Das für die documenta IX 1992 entwickelte Kunstwerk von Jonathan Borofsky sollte damals die Möglichkeit einer positiven Entwicklung für die Stadt Kassel nach der Grenzöffnung symbolisieren. Was in Kassel mit der Ansiedlung vieler neuer Arbeitsplätze, vor allem auch im Bereich der Solartechnik und erneuerbaren Energien, verbunden mit einer massiven Senkung der Arbeitslosigkeit mittlerweile tatsächlich auch gelungen ist, müsste auch in Sachen Klimapolitik möglichst schnell geschehen, wenn der von vielen Wissenschaftler*innen vorausgesagte Klimawandel noch aufgehalten werden kann.

Und so brachen auch in Kassel tausende von Demonstrant*innen zu ihrem Marsch durch die Innenstadt auf, um die notwendigen Maßnahmen einzufordern. Mit dabei waren auch viele behinderte Menschen, die sich auch schon in der Vergangenheit an Demonstrationen in Kassel zu anderen Themen beteiligt haben. Schüler*innen, die mit Hilfe der Gebärdensprache kommunizierten, Rollstuhlnutzer*innen, aber auch blinde und sehbehinderte Menschen gehörten zu den sichtbaren Gruppen behinderter Menschen, die sich dem Demosntrationszug angeschlossen hatten und damit auch die Entwicklung der Inklusion verkörperten. Erfahrungen zeigen, dass gerade behinderte Menschen allen Grund zur Sorge haben, denn bei Naturkatastrophen sind sie oft diejenigen, die schwerer gerettet werden können.