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Bündnis fordert sichere E-Fahrzeuge von der Autoindustrie

drei rote Ausrufezeichen
Drei rote Ausrufezeichen
Foto: kobinet

Berlin / Frankfurt (kobinet) Lautlose Elektrofahrzeuge stellen für Fußgängerinnen und Fußgänger wie auch für Radfahrende eine Unfallgefahr dar, die größer ist als bei herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Deshalb fordern der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und seine Bündnispartner anlässlich der Internationalen Automobilausstellung (IAA), die vom 12. - 22. September in Frankfurt stattfindet, von den Automobilherstellern den sofortigen serienmäßigen Einbau eines Warngeräusches ("Acoustic Vehicle Alerting System“, kurz AVAS) in alle Elektrofahrzeuge.

Lautlose Elektrofahrzeuge stellen für Fußgängerinnen und Fußgänger wie auch für Radfahrende eine Unfallgefahr dar, die größer ist als bei herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Deshalb fordern der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und seine Bündnispartner anlässlich der Internationalen Automobilausstellung (IAA) von den Automobilherstellern den sofortigen serienmäßigen Einbau eines Warngeräusches ("Acoustic Vehicle Alerting System“, kurz AVAS) in alle Elektrofahrzeuge.

Die diesjährige IAA ist für die Automobilhersteller eine Bühne, auf der zahlreiche Hybrid- und Elektrofahrzeuge vor einem Millionenpublikum ihre Premiere haben werden. Diese neuen Fahrzeugmodelle müssen laut EU-Verordnung bereits über ein AVAS verfügen. Ab Juli 2021 müssen dann alle neu zugelassenen Hybrid- und Elektrofahrzeuge, also auch die aus älteren Modellreihen, ein Warngeräusch abgeben. Der derzeit noch weit verbreitete Pausenschalter, mit dem das Warngeräusch abgestellt werden kann, wird ab September 2023 für alle neuen Fahrzeuge verboten sein. Jedes Fahrzeug, das bereits ohne AVAS auf den Straßen fährt oder das vor Juli 2021 ohne Warngeräusch auf die Straßen kommt, stellt jedoch ein Verkehrssicherheitsrisiko dar. Gefährdet sind nicht nur blinde und sehbehinderte Menschen – auch für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder einer geistigen Beeinträchtigung, für Kinder, Radfahrende, ältere und unaufmerksame Verkehrsteilnehmende besteht ein Sicherheitsrisiko, heißt es in einer Presseinformation des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbands (DBSV).

Im Interesse der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer fordern deshalb der DBSV und seine Bündnispartner von den Automobilherstellern:

• Alle Hybrid- und Elektrofahrzeuge sollten bereits jetzt serienmäßig mit einem AVAS-System ohne Pausenschalter ausgestattet werden.

• Das Nachrüsten aller Hybrid- und Elektrofahrzeuge, die ohne ein AVAS zugelassen wurden, sollte technisch ermöglicht werden.

Breites Bündnis für mehr Sicherheit auf den Straßen

Auf Initiative des DBSV haben sich acht Verbände und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat zusammengeschlossen. Gemeinsam fordern sie unter dem Motto "Elektrisch fahren tut hörbar gut!“ den sofortigen Einbau eines Warngeräusches in alle Hybrid- und Elektrofahrzeuge. Zum Bündnis gehören der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC), die BAGSO – Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen, die Bundesvereinigung Lebenshilfe, der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), der Deutsche Verkehrssicherheitsrat, der Fachverband Fußverkehr Deutschland (FUSS e.V.), die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), der Sozialverband Deutschland (SoVD) und der Sozialverband VdK Deutschland.

Weitere Informationen unter https://www.dbsv.org/emobi.html