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Ein sehr schöner Abend in der Waldbühne

Uschi Lehmann
Ursula Lehmann
Foto: Privat

Berlin (kobinet) Im Gegensatz zu ihrem Erlebnis vor fast genau einem Jahr, wo Uschi Lehmann in der Berliner Waldbühne nicht nur der Zugang zu einem Konzert verweigert, sondern auch Hausverbot erteilt wurde, erlebte die Behindertenrechtlerin am vergangenen Samstagabend "einen sehr schöner Abend" bei einem Konzert der West Eastern Divan Orchestra in der Waldbühne. "Alles klappte unter einem herrlichen Himmel im menschlichen Umgang. Aber warum die Kontrolldame mich beim Namen nannte, das wird ein Rätsel bleiben", berichtet Uschi Lehmann den kobinet-nachrichten.

Bei ihrem Besuch in der Waldbühne am 19.8.2018 wollte sich Uschi Lehmann einfach nur ein Konzert mit Daniel Barenbilm anhören, was allerdings in einer Auseinandersetzung mit anschließendem Hausverbot gipfelte. Stein des Anstosses war damals eine Pflanze im Stoffbeutet am Rolli von Uschi Lehmann. Obwohl sie diese zwischenzeitlich bei einem Polizei-Mannschaftswagen deponiert hatte, verweigerte ihr der verantwortliche Projektleiter den Zugang trotz Ticket und strafte sie mit einem Hausverbot in der Waldbühne ab. So musste Uschi Lehmann damals drei Stunden auf der Straße auf die Rückfahrt mit dem gebuchten Fahrdienst warten.

Nach diesen Erfahrungen vom letzten Jahr wandte sich Uschi Lehmann dieses Mal im Vorfeld an die das diesjährige Konzert veranstaltende BARENBOIM-SAID AKADEMIE und bekam die Antwort, dass sie selbstverständlich einen Stockschirm zum Konzert mitbringen dürfe, um sich und ihren Elektrorollstuhl bei Bedarf vor Regen schützen zu können. So machte sie sich frohen Mutes am vergangenen Samstag auf und war dieses Mal ganz angetan. Nicht nur vom Konzert, sondern vor allem auch vom Veranstalter, der BARENBOIM-SAID AKADEMIE. "Das Engagement des Veranstalters war mit Sicherheit der Hintergrund eines würdigen Umgangs mit allen Besucher*innen. Es kümmerte sich der Kanzler und der Geschäftsführer Dr. Carsten Siebert vorab selbst darum. "So hat mich erstmalig ein Security durch das mitternächtliche Gelände Areal begleitet."

Uschi Lehmann wäre aber nicht Uschi Lehmann, würde sie sich nicht auch für andere einsetzen. "Einige Rollis mussten anfangs vor der Loge warten, weil sie kein spezifisches Ticket hatten. Ich wandte mich an die Security mit dem Hinweis, den gewissen Herrn aus dem Barenboim-Team anzufunken. Nach dieser Aufforderung durften dann diese 3 Normalos auch ihre Plätze einnehmen."