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Telemedizin hilft Asthma-Patienten

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Foto: Public Domain

Koblenz (kobinet) Im Modellprojekt "Rheinland-Pfalz atmet durch – Telemedizin für eine gesunde Lunge" konnten Asthma-Patientinnen und -patienten ihre Lebensqualität sowie ihren Gesundheitsstatus verbessern. Das zeigt die Auswertung eines Projektes mit rund 120 Betroffenen aus dem Raum Koblenz.

Während der Projektlaufzeit wurde die Behandlung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ergänzt durch eine Gesundheits-App und ein Telemonitoring durch die behandelnde Facharztpraxis. Das Projekt wurde gemeinsam vom Softwareunternehmen Qurasoft GmbH, dem Koblenzer Studienzentrum KPPK unter der Leitung von Dr. Olaf Schmidt sowie der Techniker Krankenkasse durchgeführt und von der rheinland-pfälzischen Landesregierung mit über 280.000 Euro gefördert, wie es in einer Presseinformation des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums heißt. 

Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler begrüßte das Projekt als Erfolg: "Wir sind stolz darauf, dass wir in Rheinland-Pfalz so innovative Konzepte wie ‚Rheinland-Pfalz atmet durch‘ erproben und damit die Telemedizin ein Stück voranbringen können.“ In dem Projekt, das in der Zeit vom 1. Juni 2017 bis zum 31. Dezember 2018 durchgeführt wurde, verwendeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gesundheits-App "SaniQ Asthma" für Lungenerkrankte und führten darin ihr digitales Gesundheitstagebuch. Dazu erfassten sie mithilfe von Bluetoothfähigen Messgeräten Messwerte zur Beschreibung der Lungenfunktion. In der App konnten sie auch ihre Symptome und Medikationseinnahmen dokumentieren. Außerdem erinnerte die App die Nutzer auf Wunsch an die Durchführung von Messungen oder die Einnahme von Medikamenten. Das digitale Gesundheitstagebuch wurde nahezu in Echtzeit an die Praxis des behandelnden Facharztes übertragen. Der Arzt und sein Team sichteten die Daten in einer eigenen Software und analysierten diese. Bei Auffälligkeiten kommunizierten sie mit den Patientinnen und Patienten und ergriffen geeignete Schritte. Dr. Olaf Schmidt, leitender Pneumologe des Projekts, erklärte: "Durch die neuen technischen Möglichkeiten erhalte ich ein realistisches Bild von der Gesundheit meiner Patienten. Ich kann dadurch genau dann reagieren, wenn mein Patient mich braucht. Ich hoffe, dass es das Konzept vom Modellprojekt in die Regelversorgung schafft und ich auch weiterhin meine Patienten auf diese Weise unterstützen kann.“

Weitere Informationen zur Krankheit Asthma bronchiale, dem Projekt und den Ergebnissen sind in einer Broschüre zusammengefasst. Sie kann auf der Projekt-Webseite heruntergeladen werden.