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Bayerischer Popkulturpreis in vier Kategorien vergeben

Laudatoren und Preisträger*innen des bayerischen Pop-Kultur-Preises
Laudatoren und Preisträger*innen des bayerischen Pop-Kultur-Preises
Foto: VPBy

UNBEKANNT (KOBINET) Im Rahmen einer Feierstunde wurde der diesjährige Bayerische Popkulturpreis (ehemals Rockpreis PICK UP) vom VPBy (Verband für Popkultur in Bayern e.V.) in diesmal vier Kategorien im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks an das Modular Festival in Augsburg, den Club Bogaloo in Pfarrkirchen, das Format PLUG IN BEATS vom Feierwerk e.V. München und die Wanderbühne e.V. in Fürth verliehen. Dank der Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie und erstmals von München Ticket erhielt jeder der Geehrten ein Preisgeld von 2000,00 Euro.

Der stellvertretende Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks Walter Schmich betonte in seiner Begrüßung: „Es ist sehr erfreulich, wie sich der bayerische Popkulturpreis entwickelt hat. Dass mittlerweile in vier Kategorien Preise vergeben werden und diese auch politisch von wachsender Bedeutung sind ist aller Ehren wert. Gratulation an die Macher und selbstverständlich auch an alle Preisträger.“

Für den erstmals vergebenen Preis an das Bogaloo aus Pfarrkirchen als Bester Club sagte der als Laudator agierende Bundestagsabgeordnete Erhard Grundl von B90/Grüne: "Kultureinrichtungen abseits der Metropolen, wie eben das Bogaloo, sind, auch wenn sie schon jahrzehntelang dastehen und einem eigentlich wie ein Brackl* von einem Baum erscheinen, immer zarte Pflänzchen, die gehegt und gepflegt werden müssen. Wenn sie mal weg sind, besteht die große Gefahr, dass nichts nachwächst und Ödnis zurückbleibt."  (* = "Brackl" = Ein Trumm Kerl - Region Altbayern)

Der ehemalige Bezirkstagspräsident von Mittelfranken Richard Bartsch würdigte die Wanderbühne e.V.: „Wenn wir zurückdenken in den Anfang der Kulturgeschichte der Menschheit war es immer so, dass die Kultur zu den Menschen gekommen ist, wenn man das auch heute so macht, wird daraus ein niederschwelliges Angebot im besten Wortsinn – und daher wert es auszuzeichnen!“ Der Preisträger im Bereich Innovation organisiert ehrenamtlich jährlich von Mai bis September mindestens einmal im Monat in verschiedenen Stadtteilen von Nürnberg, Fürth und Erlangen einen umfassenden „Kulturtag“.

Ines Kleinknecht, die im Bereich der Inklusion die Initiatoren von PLUG IN BEATS – Munich’s First (Smart)phone Party vorgeschlagen hatte, begründete dies mit folgenden Worten: „Ich habe auf der Party viele neue Freunde gefunden und deren Musik kennen gelernt. Wenn mal jemand bei einem arabischen Gruppentanz unsicher am Rand steht, wird die Person sofort an die Hand genommen und in den Kreis integriert. Diese Vielfalt und Offenheit machen Plug In Beats so besonders. Thomas Kart vom Feierwerk e.V. betonte die Wichtigkeit eines Angebotes für alle Menschen, zum Beispiel mit Migrationshintergrund und Bewohnerinnen aus der Stadt, Menschen mit und ohne Behinderung, um ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung zu setzen. Er appellierte an die Politik endlich aufzuhören Menschen aus der Arbeit, aus der Schule und mitten aus dem Leben in Kriegsgebiete abzuschieben. Leitkultur sei ausgrenzend und verhindere eine gute Geschichte über uns zu erzählen.

In ihrer Laudatio stellte Barbara Friedrichs, die Popkulturbeauftragte der Stadt Augsburg, für den Preisträger im Bereich Nachhaltigkeit, das Modular Festival, fest: „An oberster Stelle des Modulars stehen Teilhabe, Mitwirkung und Mitbestimmung, kurz: Partizipation. Das zeigt sich u.a. in über 400 Volunteers, die in die Vorbereitung eingebunden sind und das Festival stemmen. Die Stärke des Modulars ist, dass es eben kein typisches Musikfestival ist. Und das seit bald 10 Jahren. Und dann ist da noch die Nachhaltigkeit im engeren Sinne: Der bewusste Umgang mit Ressourcen wird beim Modular von der Planung bis zur Durchführung immer mitgedacht.“ Es werde an viele Dinge gedacht, so zum Beispiel an eine Tribüne für Rollstuhlnutzer*innen.

Als Jury fungierten wieder zahlreiche Experten aus Musikwirtschaft und Medien sowie Landtagsabgeordnete von CSU, Bündnis 90/Die Grünen und Freie Wähler.

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