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Integratives Badminton-Turnier in Berlin

Siegten im Rollstuhl-Doppel: Daniela Rudorf und Thomas Pausch
Siegten im Rollstuhl-Doppel: Daniela Rudorf und Thomas Pausch
Foto: BS Berlin/Reinhard Tank

UNBEKANNT (KOBINET) Am Osterwochenende gab es in Berlin inklusiven Sport vom Feinsten, berichtet heute Reinhard Tank: der Behinderten-Sportverband Berlin (BSB) hatte zusammen mit dem BC Matchpoint Berlin e. V. und der Turngemeinde in Berlin von 1848 e. V. zum 1. Integrativen VICTOR-Badminton Turnier gerufen. 89 Sportlerinnen und Sportler aus 19 Vereinen aus ganz Deutschland waren diesem Ruf gefolgt und bescherten der Hauptstadt ein neues Sportevent.

Berlin (kobinet) Am Osterwochenende gab es in Berlin inklusiven Sport vom Feinsten: der Behinderten-Sportverband Berlin (BSB) hatte zusammen mit dem BC Matchpoint Berlin e. V. und der Turngemeinde in Berlin von 1848 e. V. zum 1. Integrativen VICTOR-Badminton Turnier gerufen. 89 Sportlerinnen und Sportler aus 19 Vereinen aus ganz Deutschland waren diesem Ruf gefolgt und bescherten der Hauptstadt ein neues Sportevent. Neben Nichtbehinderten kämpften Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer neben Gehbehinderten sowie Hörgeschädigten um die Titel im Einzel, Mixed und Doppel.

Auf acht Plätzen wurde im Horst-Korber-Sportzentrum am Osterwochenende vom 03. bis 05. April 2015 Berliner Sportgeschichte geschrieben. Christian Holzmacher, Moderator und treibende Kraft hinter den Kulissen meint dazu: „Wir freuen uns sehr, dass Rollibadminton, Parabadminton, Jugend- und Erwachsenenbadminton erstmals in einem Turnier um den Sieg kämpfen. Es war für uns alle ein Experiment, und es ist gelungen. Wir werden sicher im nächsten Jahr weitermachen."

Im Herren-Einzel trafen zwei deutsche Top Spieler und ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent aufeinander. Das Spiel um Platz eins konnte der 19-jährige Tim Haller vom BSV Buxtehude gegen den 21-jährigen Jan-Niklas Pott für sich entscheiden. Dritter wurde der 15-jährige Nachwuchsspieler Nils Böning vom 1. BCB Saarbrücken-Bischmisheim.

Tim Haller ist derzeit Neunter der Weltrangliste und Europameister von 2012 im Herren-Doppel. Jan-Niklas Pott ist amtierender Europameister und Zweiter der Weltrangliste im Herren-Doppel. Nils Böning spielt seit 7 Jahren Badminton und trainiert am Olympiastützpunkt in Saarbrücken. Für alle drei ist das Ziel die Teilnahme an den Paralympics 2020 in Tokio. „An den Paralympics teilzunehmen ist für jeden Sportler das erklärte Ziel. Und in Tokio ist Badminton das erste Mal als paralympische Sportart dabei, und dann daran teilzunehmen, das wäre schon grandios", so Jan-Niklas Pott nach der Siegerehrung.

„Gegen die führenden Nationen Korea, Malaysia und Indonesien anzutreten, ist mein sportliches Ziel. Da Deutschland zusammen mit England in Europa führend ist, sind die Chancen auf eine Medaille gar nicht so gering", so Turniersieger Tim Haller.

Im Herren-Doppel der offenen Klasse kam es dann zur beispielgebenden Inklusion: der nicht behinderte 18-jährige Berliner Markus Jaschke spielte zusammen mit Nils Böning gegen Jan-Niklas Pott und Timm Haller. Pott/Haller gewannen 21:12 und 22:20 und belegten damit Rang 3.

Bei den Rollstuhlfahrern waren eine Sportlerin und drei Sportler vom RSC Berlin am Start. Das Einzel gewann Thomas Pausch, im Doppel konnten sich Daniela Rudorf und Thomas Pausch gegen Rick Hellmann und Ahmed Hamzi durchsetzen.