Herr Schinkel schrieb am 26.09.2008, 15:15
So erfreulich die Entwicklung in dem schwierigen Prozess der medizinischen und beruflich Rehabilitation der Frau Zech sich mittlerweile gestaltet, kann dabei die unvollständige Darstellung in dem Artikel nicht unerwähnt bleiben. Denn dass hinter dem - in der Tat mustergültigen - Engagement des Reha-Dienstes als Kostenträger der erheblichen Aufwendungen der Haftpflichtversicherer des Unfallverursachers steht, bleibt leider unerwähnt.
Folge ist, dass dieses freiwillige und für Geschädigte kostenlose Fall-Management in der Öffentlichkeit und leider auch bei vielen Rechtsanwälten trotz einer mittlerweile stattlichen Anzahl erfolgreich rehabilitierter Unfallgeschädigter immer noch schlecht beleumundet ist. Dies wiederum führt dazu, dass die Einschaltung von Reha-Diensten, die naturgemäß von der Versicherung veranlasst werden muss, oft viel zu spät oder überhaupt nicht angenommen wird.
Nach meiner Kenntnis gibt es unter den namhaften Reha-Diensten keine "schwarzen Schafe". Selbst dann kann die Zusammenarbeit ohne negative Folgen für den Geschädigten jederzeit wieder beendet werden. Misstrauen oder Zögern ist also gänzlich unbegründet. In den meisten Fällen erschwert es im Endeffekt den Reha-Erfolg - oder vereitelt ihn gar. Das Engagement der Versicherer ein wenig mehr ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken könnte vielen Geschädigten zu schnellerer, effektiverer Hilfe verhelfen.