
Kassel (kobinet) 1,02 Millionen Euro hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales für das Programm "Job 4000" bewilligt. Damit kann die berufliche Integration von schwerbehinderten Menschen in Hessen weiter verbessert werden. Seit Oktober 2007 wird das Programm "Job 4000" gemeinsam vom Integrationsamt des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen (LWV), dem Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit und der hessischen Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit sowie den Agenturen für Arbeit umgesetzt, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der beteiligten Partner.
"Die Teilhabe am Berufs- und Arbeitsleben ist ein wichtiger Schlüssel für die gesellschaftliche Integration behinderter Mitbürgerinnen und Mitbürger, denn Arbeit bedeutet nicht nur materielle wie persönliche Unabhängigkeit, sondern auch die Entfaltung beruflicher und sozialer Kompetenzen. Auch das Selbstbewusstsein und das Selbstwertgefühl werden gesteigert", betonte Jürgen Banzer, Hessens Minister für Arbeit, Familie und Gesundheit. Bis Ende 2008 wurden durch das Programm 28 Ausbildungs- und 14 Arbeitsplätze eingerichtet sowie 112 junge schwerbehinderte Menschen auf ihrem Weg von der Schule in den Beruf unterstützt und begleitet. In das Job-Programm fließen weitere 440.000 Euro aus Mitteln der Ausgleichsabgabe.
"Wir freuen uns, dass mit den jetzt bewilligten Mitteln das Programm erheblich aufgestockt wird und wir so die Maßnahmen zur Integration insbesondere junger schwerbehinderter Menschen ausbauen können. Gerade in der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Lage müssen wir uns für die gleichberechtigte Teilhabe von schwerbehinderten Menschen am Arbeitsleben einsetzen", erklärte die Erste Beigeordnete des LWV, Evelin Schönhut-Keil, für die am Programm beteiligten Partner. Mit dem Geld sollen 2009 im Rahmen von "Job 4000" in Hessen weitere 20 Ausbildungs- und 20 Arbeitsplätze geschaffen werden. Zudem sollen 200 schwerbehinderte Schülerinnen und Schüler landesweit beim Übergang in die Berufstätigkeit besonders unterstützt werden. Gezielte Praktika schon in der Schulzeit sowie individuelle Begleitungs- und Unterstützungsmaßnahmen sollen ebenfalls angeboten werden. Diese Hilfestellung wird von Integrationsfachdiensten (IFD) geleistet, die hessenweit an 25 Standorten im Auftrag des LWV arbeiten.
Ansprechpartner für die Schaffung von neuen Ausbildungs- und Arbeitsplätzen sind die Agenturen für Arbeit. Entgegen der Absicht des Bundes, der die Erfüllung der Ziele des Programms (für Hessen: 85 Arbeitsplätze / 42 Ausbildungsplätze/ 211 Betreuungsfälle durch die IFD) erst zum 31.12.2013 vorsieht, will Hessen schon vorher diese Zielvorgaben erfüllen. "An dieser Stelle möchte ich bei den Unternehmen dafür werben, jungen Menschen mit Behinderungen eine Stelle oder einen Ausbildungsplatz zur Verfügung zu stellen. Auf diesem Wege eröffnen die Unternehmen Lebensperspektiven", stellte Staatsminister Jürgen Banzer fest. Mit dem Programm "Job 4000" können ebenfalls zusätzliche Arbeitsplätze für besonders betroffene schwerbehinderte Menschen finanziert werden; ein weiterer Artikel ermöglicht die Förderung zusätzlicher Ausbildungsplätze für schwerbehinderte junge Menschen. moh