
Hannover (kobinet) Die Teilhabe behinderter Menschen in Deutschland wird nach Ansicht des Netzwerks "Selbst Aktiv" behinderter Menschen in der SPD zur Grundlage politischen Handels. Nachdem das Bundeskabinett den Weg für die Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen freigemacht hat, so heute "Selbst Aktiv" in einer Pressemitteilung, stellt sich für alle Parteien eine zentrale Glaubwürdigkeitsfrage.
"Bei der programmatischen und personellen Vorbereitung der Wahlen 2009 stellt sich jetzt für alle Parteien die zentrale Glaubwürdigkeitsfrage: Wie steht es mit der Teilhabe behinderter Menschen in den eigenen Reihen?", erklärte der erste Sprecher von "Selbst Aktiv", Karl Finke. "Wir behinderte Menschen wollen die unmittelbare Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen oder den aktiven Bürger in einem aktivierenden Staat."
Das Netzwerk fordert alle behinderten Menschen auf, die Parteien mit ihren Wahlprogrammen auf konkrete fortschrittliche, behindertenpolitische Inhalte und der unmittelbaren Teilhabe behinderter Menschen zu überprüfen. "Egal, ob man es Diversity Management oder alte Machtstrukturen durchbrechen nennt, für uns behinderte Menschen gilt: Wir sind Experten in eigener Sache und werden unsere Interessen in Politik und Gesellschaft nicht mehr über Dritte vertreten lassen", betonte Finke.
"Wir fordern alle Parteien, insbesondere aber die SPD, auf, in einen Wettkampf zur Umsetzung von echter Teilhabe und Mitbestimmung behinderter Menschen einzutreten.
Mit dem Hamburger Programm hat die SPD einen historischen Schritt zur Fortsetzung einer fortschrittlichen Behindertenpolitik im Bereich Bildung, Arbeit und Teilhabe vollzogen. Dies muss jetzt konkret umgesetzt und mit behinderten Menschen aktiv gestaltet und gelebt werden, so Finke. sch