
Berlin (kobinet) Der Moderator und ARD-Nachrichtensprecher Marc Bator, der einem Millionenpublikum bekannt ist, hat sich in die Unterstützerliste eingetragen. Er begründet seine Entscheidung mit den Worten: "Es ist doch ein Widersinn, dass viele ältere Menschen und Menschen mit Behinderung in Heimen leben und sich abgeschoben fühlen." Und das in einer Zeit, in der "alleinerziehende Mütter und junge Familien über Vereinzelung und das Fehlen von Großeltern, die auf die Kinder aufpassen können" klagen. Der zweifache Vater ist der Überzeugung, dass Jung und Alt wieder zusammen finden müssen. Für alle wäre dies eine Bereicherung.
Auch Dr. Alfred Biolek hat sich in die Unterstützerliste eingetragen, denn das "Wohnen in einer Umgebung, die man gut kennt, gibt älteren Menschen Sicherheit und Vertrauen". Genau das möchte die Bundesinitiative "Daheim statt Heim" erreichen, zu der sich auch immer mehr Politiker bekennen. Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Wend, verweist auf seine Heimatstadt Bielefeld, in der "vor allem das Johanneswerk und die Stadt hervorragende Arbeit bei der Entwicklung alternativer Wohnformen leisten" und damit ein Altern in Würde ermöglichen. "Alte Menschen sind gleichwertige Mitglieder unserer Gesellschaft. Auch wenn sie einen besonderen Pflegebedarf haben, dürfen sie nicht ausgegrenzt werden.
Deshalb unterstütze ich die Bundesinitiative 'Daheim statt Heim' und setze mich für einen Ausbau ambulanter Dienste und den schrittweisen Abbau von Heimplätzen ein", schreibt Wend. Auch die SPD-Bundestagsabgeordneten Engelbert Wistuba, Andreas Steppuhn und Marko Mühlstein aus Sachsen-Anhalt haben sich der Initiative angeschlossen. hjr
Bundesinitiative Daheim statt Heim