
Berlin (kobinet) Sehbären, so heißt der Hertha-Fanclub für blinde und sehbehinderte Sportbegeisterte, der heute beim Spiel gegen Borussia Dortmund im Berliner Olympiastadion beim 0:0 wieder dabei war. Thomas Golka hat heute auf www.fdst.de einen illustrierten Bericht über die Sehbären ins Netz gestellt . "Ohne Begleitung läuft nichts im Stadion", erklärte Vereinsvorsitzende Susanne Klausing, denn Blindenführhunde seien aus Sicherheitsgründen verboten. Damit noch mehr Fans zu den Spielen kommen können, organisiert der Verein mit seinen derzeit 35 Mitgliedern auch Begleitungen durch Sehende. "Als Besonderheit bieten wir Führungen durch das Olympiastadion an. Dabei lernen vor allem Geburtsblinde das Stadion kennen. Man läuft um das riesige Gelände, besucht die Ehrenloge ebenso wie die Aufwärmhalle." Seit September 2005 bietet das Olympiastadion in Zusammenarbeit mit Hertha BSC die Audio-Beschreibung für blinde Zuschauer. 12 weitere Vereine in der 1. Bundesliga haben sich auf diese Fangruppe eingestellt. Leverkusen startete diesen Service im Jahre 2001. In der Tipprunde des Frankfurter Online-Magazins FORUM hatte eine große Mehrheit mit den Fußballfans aus Berlin einen Sieg von Hertha erwartet. Doch die Herthaner überließen den Borussen die erste Halbzahl, als hätten die Dortmunder ein Heimspiel. In der zweiten Spielhälfte versuchten die Berliner mit mehr Kampf und beherzten Angriffen, noch den Sieg zu erringen, scheiterten jedoch an mangelnder Treffsicherheit. Ein unterhaltsamer Nachmittag mit dem 0:0 der besseren Art war das, so der gerade noch positive Kommentar der Fans. sch